In Gößweinstein hat der ehemalige Bauunternehmer Adolf Nützel seinen 85. Geburtstag gefeiert. Nützel hatte bis 1993 das größte Baugeschäft in Gößweinstein mit bis zu 34 Beschäftigten geführt. Geboren wurde Nützel in Behringersmühle. Im Baugeschäft seines Vaters Konrad lernte er 1942 den Beruf eines Maurers und legte bereits 1951 seine Mauermeisterprüfung ab.

Ein Jahr später übernahm er das Baugeschäft in Behringersmühle, das sein Großvater Johann Nützel 1901 in Türkelstein gegründet hatte. Dieses Baugeschäft lag seinerzeit gegenüber dem heutigen BRK-Altenheims.

Adolf Nützel baute das Baugeschäft kontinuierlich aus, verlegte es 1962 nach Gößweinstein und spezialisierte sich unter anderem auf Kirchenbauten und Burgensanierungen. Sein wahrscheinlich spektakulärster Burgenbau ist die Burg Rabenstein, die er zwischen 1958 und 1959 wieder aufgebaut hat.

Nützel sanierte als Baumeister auch den Tüchersfelder Judenhof und baute ihn zum Fränkischen-Schweiz- Museum um.

20 Jahre im Gemeinderat

Nützel baute unter anderem auch die katholische Kirche in Muggendorf oder die Kirchen in Wohlmutshüll und Moggast.

Als Unternehmer engagierte er sich zudem auch ehrenamtlich. Zwischen 1966 und 1986 saß er im Marktgemeinderat von Gößweinstein und war im gleichen Zeitraum Mitglied der Kirchenverwaltung. Beim Schützenverein "Gut Ziel" Gößweinstein Nützel über 50 Jahre Mitglied.