Seit 1570 wallen die Auerbacher aus der Oberpfalz zu Ehre Gottes und der heiligsten Dreifaltigkeit in das oberfränkische Gößweinstein, um dort in der päpstlichen Basilika zu beten. Für die über 70 Teilnehmer aus Auerbach und Umgebung war die Gößweinstein-Wallfahrt am vergangenen Wochenende nun eine ganz besondere Wallfahrt. Denn der Auerbacher Stadtpfarrer Dominik Sobolewski konnte das neue kunstvolle und vom Pegnitzer Künstler Horst Welzel gemalte Wallfahrtsbild segnen.

Die 67-jährige Elisabeth Trenz, die seit 45 Jahren bei der Walfahrt nach Gößweinstein dabei ist, ist nicht nur die gute Seele der Auerbacher Wallfahrt, sondern auch die Initiatorin des neuen Wallfahrtsbilds. "Das alte Bild war aus Blech und nicht mehr schön", sagte sie.

Früh um 6 Uhr waren die Wallfahrer in Auerbach gestartet. Nachmittags gegen 14 Uhr sind sie in Gößweinstein angekommen. "Man hat schon viele Sorgen in den ganzen Jahren nach Gößweinstein getragen", sagte Elisabeth Trenz. Ihr Mann hatte zum Beispiel einmal einen schweren Ve rkehrsunfall erlittem. Heute ist er aber wieder dabei bei der Wallfahrt.
Seit einigen Jahren ist auch der 50-jährige Bankkaufmann Roland Achatz mit dabei. "Die Wallfahrt ist für mich Inspiration. Wenn man geht und betet kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen und auch über sich selbst nachdenken", sagte Achatz.

Zum 40. Mal dabei

Auch für Achatz ist die Gemeinschaft der Wallfahrer ein ganz wichtiger Punkt. "Es ist zwar anstrengend, aber alle machen das Gleiche", sagte Achatz. Das schweiße zusammen.

Seit dem Jahr 2000 ist der ebenfalls 50-jährige Rettungsassistent des Roten Kreuzes Auerbach, Rudolf Kraus, der Auerbacher Wallfahrtsführer. Das erste Mal lief er im Alter von zehn Jahren mit. Nun konnte er sein 40. Wallfahrerjubiläum feiern. In erster Linie ist es der Glaube an Gott, der Kraus dazu bewegt, an der Wallfahrt teilzunehmen und diese nun auch zu organisieren.