Das Rock-Café in der Sattlertorstraße öffnet am Donnerstag zum letzten Mal. "Es ist einfach nichts los in Forchheim. Besonders abends ist die Stadt tot", sagt Armin Meinold.
Seit März diesen Jahres sei der Entschluss gereift, die Kneipe für immer zu schließen. Freilich sei ihm die Entscheidung vor rund vier Wochen nicht leicht gefallen, die Bar endgültig dicht zu machen. Der 49-Jährige wollte in der Sattlertorstraße mit Live-Musik und guten Bieren aus Franken punkten. "Aber das absolute Rauchverbot hat uns das Genick gebrochen", sagt der Forchheimer. Weil die Gäste nicht mehr zum Glimmstängel greifen durften, blieben zunächst die Kunden am Nachmittag weg. Schließlich seien auch die Umsatzeinbußen am Abend immer größer geworden. Immerhin könne so ein Zigaretten-Päuschen gerne mal ein halbes Stündchen dauern. "In der Zeit konsumieren die Gäste dann nichts." Auch mit besonderen Partys konnte der Wirt keine Kunden mehr von der Couch in seine Bar locken.

"Es war nichts mehr los"


"Am Anfang habe ich noch gedacht, es liegt an mir. Aber dann bin ich abends durch die Stadt gefahren und habe festgestellt, dass nirgendwo in Forchheim nach 20 Uhr noch etwas los ist." Die Misere sei vor zwei Jahren mit dem absoluten Rauchverbot losgegangen. Vorher firmierte die Kneipe noch als Raucherclub. Aber in das historische Gemäuer neben der Kaiserpfalz seien zuletzt einfach zu wenig Leute gekommen. Und das ärgert den "alten Forchheimer". Schließlich sei die Altstadt wunderschön. Allerdings müsste man das "besser verkaufen". Ein "bisschen zu idyllisch" findet auch Lebensgefährtin Claudia Post das Nachtleben.
Jetzt wollen beide mit den zwei Kindern erst einmal ausspannen. Dann das Haus verkaufen. Und in Franken mit einem kleinen Häuschen neu anfangen. Am Donnerstag wollen sie mit ihren Stammgästen, die zu Freunden geworden seien, auf den letzten Abend im Rock Café anstoßen.