Alle Beteiligten an der Abiturienten-Verabschiedung im Innenhof des Herder-Gymnasiums Forchheim freuten sich, dass diese am Freitag überhaupt stattfinden durfte. Bis zuletzt habe es Unsicherheiten gegeben, erwähnte Schulleiterin Ingrid Käfferlein in ihren Abschiedsworten. Sie zeigte sich froh darüber, dass sie die Zeugnisse der Reife nicht mit der Post versenden musste und dass überhaupt die Prüfungen abgehalten werden konnten. Für MdL Michael Hofmann (CSU) sind die diesjährigen Abiturienten der "gestählteste Jahrgang". Auch der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) hätte vor drei Monaten nicht gedacht, dass man zu einer würdevollen Verabschiedung versammelt sein könne. Sein erstes Grußwort seit Langem sah er als ermutigendes Zeichen zurück zur Normalität. Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) zog aus den pandemiebedingten Erschwernissen den Schluss: "Sie sind jetzt gut gerüstet für alles, was noch kommt."

Staatsminister Thorsten Glauber (FW) aus Pinzberg hatte ein Grußwort gesandt mit der Überschrift "Respekt!". Die Ausnahmesituation während der Prüfungszeit sieht er durchaus als zusätzliche Belastung. Die Corona-Pandemie habe die letzten Schulmonate durcheinandergeworfen. Dieser Gedanke begleitete alle.

Dessen ungeachtet hätten die Abiturienten hervorragende Leistungen auch die Jahre davor erbracht, wie Hofmann erwähnte. Die Schulleiterin erinnerte an die vielen Beiträge der Q12 zum lebendigen Schulleben, an unzählige Veranstaltungen und kreative Projekte. Im Nachgang könne man nur sagen: Glück gehabt, denn die Abschluss-Studienfahrten nach Holland, Italien und Berlin fanden schon vergangenen Sommer statt. Auch das Konzert, mit dessen Erlös die Abi-Feier finanziert wurde, war schon im Januar.

Was sie draufhaben, weit über die Bandbreite der Unterrichtsthemen hinaus, bewiesen die Absolventen bei der Feierstunde - als Organisatoren, Moderatoren und Musiker: Hugo Bercker, Cedric Meyer, Carolin Storath, Jonathan Klar, Benedikt Riediger, Luise Keuschl, Philipp Staud, Anton Meyer und Maria Schwarzmann.

"Our Journey Is Over" lautet das diesjährige Abi-Motto. Käfferlein ergänzte es : "Eine Etappe Ihrer Reise ist zu Ende, eine neue beginnt." Das Abi-Zeugnis und das erworbene Wissen beinhalte die Verpflichtung, sich nicht ahnungslos geben zu können, Farbe zu bekennen und sich immer wieder neu zu orientieren. Die Oberstudiendirektorin wünschte den 77 Abiturienten eine "erfüllte und sinnhafte Zukunft", die für sie eine Berufung bereithalte. Den guten Wünschen schlossen sich die Oberstufenkoordinatorin Francesca Bauer, Anette Dittrich für den Elternbeirat und Corina Gallmetzer für den Freundeskreis an.