Die Unbekannten hatten die Seniorin abgefangen, als sie am Mittag zu ihrer Wohnung in der Dinglerstraße zurückgekehrt war. Sie sprachen die Frau an als sie ihren Briefkasten an der Haustür leerte. Die Männer erklärten ihr, sie seien Kriminalbeamte. Sie sagten der Rentnerin, dass ein Einbrecher in ihrer Wohnung gewesen sei. Glücklicherweise sei der Täter bereits festgenommen, der der Frau angeblich etwa 1000 Euro Bargeld sowie Goldschmuck gestohlen hatte.

Zur Überprüfung, ob das sichergestellte Diebesgut tatsächlich auch aus der Wohnung der 87-Jährigen stamme, müssten die falschen Kripobeamten in der Wohnung nachsehen. Die überraschte Seniorin gewährte den beiden Männer Zutritt.
Die Täter fanden jedoch schnell heraus, dass bei der älteren Dame nichts Brauchbares für sie zu holen war und machten sich schnell wieder aus dem Staub.

Ähnlicher Fall in Würzburg

Die falschen Kripobeamten werden wie folgt beschrieben: Einer ist etwa 1,75 Meter groß, etwa 45 Jahre alt und kräftig. Er sprach fränkischen Dialekt und trug eine schwarze Lederjacke. Die zweite Person ist etwa 1,80 Meter groß und etwa 35 Jahre alt. Auch dieser Mann hat eine kräftige Figur und sprach ebenfalls fränkischen Dialekt. Als Bekleidung ist auch nur eine schwarze Lederjacke bekannt.

Ob es sich in diesem Fall um die gleichen Täter handelt, die gut zwei Stunden später im Würzburger Stadtteil Sanderau ebenfalls als falsche Kripobeamte auftraten und dort bei einer 77-Jährigen Schmuck im Wert von einigen 100 Euro mitgehen ließen, steht bislang noch nicht fest. Der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Aschaffenburg hofft bei seinen Ermittlungen auf Hinweise aus der Bevölkerung unter der Telefonnummer 06021/857-2230.