Der Niederndorfer Maler und Kunstschmied Bernhard Belzer beschäftigt sich bei seinen Bildern mit Darstellungen aus dem Alltagsleben und mit nahe stehenden Personen. Der Malerei konnte sich Belzer, der schon im Kindergarten als kleiner Künstler bezeichnet wurde, erst im Ruhestand widmen und sich damit einen Kindheitstraum verwirklichen. Aber bis dahin galt es, als einziger Sohn, in Niederndorf die elterliche Schmiede zu übernehmen und Tradition des Schmiedehandwerks weiterzuführen. Belzer absolvierte die Schlossermeisterprüfung und baute die Hufschmiede Schritt für Schritt zur Kunstschmiede aus. Dies war ein wichtiger Schritt in Richtung Kunst und Bernhard Belzer konnte seine künstlerische Kreativität zumindest bei seinen Schmiedearbeiten entfalten.

Den Wunsch, Bilder in Öl zu malen, hat Belzer in all den Jahren nicht aus den Augen verloren und nach der Geschäftsübergabe an die nächste Generation war es soweit.
"Ich sehe meine vornehmliche Aufgabe darin, Augenblicke der Zeitgeschichte, sei es aus dem eigenen Alltag oder aus großen geschichtlichen Ereignissen, in Bildern darzustellen", umschreibt der Niederndorfer Künstler seine Werke.

So beschäftigt sich Belzer auch mit der Frage, ob Kunst ohne handwerkliches Fundament noch Kunst ist. "Oder erleben wir gerade die Endzeit der traditionellen Kunst und des klassischen Handwerks, weil das Eine ohne das Andere auf lange Sicht keinen Bestand haben kann?", fragt sich Bernhard Belzer. So entstand das Handwerk, um das Bedürfnis des Menschen, Dinge zu schaffen, die nützlich sind.

So wurde das Handwerk zu allen Zeiten vor den Karren des menschlichen Machtstrebens gespannt. Seien es die Waffenschmiede des frühen Mittelalters oder die Herrscherdynastien der Antike, alle bedienten sich handwerklicher Baukunst, um sich Ruhm und Unsterblichkeit zu sichern. "Spätestens hier liegt die Geburtsstunde der Verbindung von bildender Kunst und Handwerk", ist Belzer überzeugt.

So wüsste die Menschheit nichts vom alten Ägypten oder den Griechen, von den Menschen des Mittelalters, der Renaissance oder des Barocks. Auch nicht wie die Menschen gekleidet waren und in welchen sozialen Gefügen sie lebten oder wie sie gekämpft oder gelebt haben. All das verdankt die Menschheit den Malern und Bildhauern der Jahrtausende. Denn sie waren meist Handwerker und oft auch Künstler, eine äußerst fruchtbare Verbindung, wie Belzer erklärt. Dies versucht er mit seinen Werken, Handwerk und Malerei, zu vermitteln.

Der freischaffende Aurachtaler Künstler Wolfgang Knobl, setzt mit seinen Bildern mehr auf die Gegenwart und wagt mit seinen Werken auch Experimente. Knobl, nach eigener Aussage, ein eher gegenständlicher Maler präsentiert in seinen Bildern Stadtansichten, aber auch Farbspielereien und Porträts. So inspirierte ihn beispielsweise die Farbe des ungarischen Weins zu dem Bildzyklus "Kekfrankos", eine Variation in Blau in Acryltechnik.

Der in Türmitz (Sudetenlad) geborene Wolfgang Knobl hatte bereits in der Schule Interesse am Zeichnen, zumal sein damaliger Klassenlehrer auch als Maler künstlerisch tätig war. Als Autodidakt nutzte er später Besuche in Ausstellungen und Museen, sowie entsprechende Literatur, um sein Wissen und Wirken in der künstlerischen Tätigkeit zu erweitern. Fortbildungskurse, unter anderem an der Faber-Castell-Akademie runden seine persönliche Entwicklung ab.

Knobl ist und war nicht nur künstlerisch tätig, sondern widmet einen großen Teil seiner Freizeit, neben der Malerei, einer Reihe von Ehrenämtern. In den vergangenen Jahren insbesondere der Gemeinde Högyèsz in Ungarn, der er seit einem Aufenthalt der Jugendkapelle Aurachtal sehr verbunden ist. Mehrmals im Jahr organisiert der Künstler Hilfslieferungen in die in die ungarische Gemeinde. Auch ein Teil der Erlöse aus dem Bilderverkauf, kommt Hilfsbedürftigen und insbesondere den Kinder der ungarischen Gemeinde zugute. Seit 2004 stellte Wolfgang Knobl seine Bilder aus, unter anderem auch in Kärnten, Ungarn, Polen, Frankreich, Kroatien und natürlich auch in der Region, so auch im KunstRaum in Herzogenaurach.

Die Bilder von Bernhard Belzer sind im KunstRaum noch bis zum 24. April zu sehen.
Öffnungszeiten während der Ausstellungen:
Donnerstag 17.00 bis 19.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr