Der Zweckverband Seebachgruppe zur Wasserversorgung hat mit Sebastian Pol einen neuen Mann für das Wasser. Nachdem sich der bisherige Wassermeister Stefan Förtsch beruflich veränderte, war die Stelle eines Wassermeisters beim Zweckverband vakant. Jetzt konnte der Vorsitzende des Zweckverbandes mit dem 27-jährigen Stadtsteinacher Pol einen Nachfolger vorstellen. Verwaltungsleiter Martin Hofmann berichtete, dass die Stelle zweimal ausgeschrieben werden musste. "Fachleute in dieser Branche sind dünn gesät, schließlich muss ein Wassermeister schon über eine besondere Qualifikation verfügen und die Resonanz auf unsere Ausschreibung war bescheiden", erklärte Hofmann im Gespräch.

Wassermeister arbeiten verantwortungsvoll in Wasserwerken oder bei Wasserversorgungsunternehmen wie dem Zweckverband.
Da Wasser ein wertvolles Lebensmittel ist, muss ein Wassermeister für eine gleichbleibende hohe Qualität des Trinkwassers sorgen, und dieses in ausreichender Menge zur Verfügung stellen.

Zum Berufsbild eines Wassermeisters gehören deshalb Personalführung und organisatorische Aufgaben ebenso wie das Überwachen und Betreiben der Anlagen, unter Beachtung der Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Auch müssen Störungen schnell erkannt und analysiert werden, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Der Zweckverband Seebachgruppe versorgt neben den Gemeinden Heßdorf und Großenseebach auch den Stadtteil Dechsendorf und die Weisendorfer Ortsteile Reinersdorf, Neuenbürg und Reuth mit insgesamt 10 000 Einwohnern. Wie der Vorsitzende des Zweckverbandes, Großenseebachs Bürgermeister Bernhard Seeberger, erläuterte, fließen im Jahr rund 650 000 Kubikmeter Wasser durch die Leitungen des Zweckverbandes.

Die letzten zwei Jahre war Sebastian Pol im Wasserwerk der Gemeinde Grasbrunn beschäftigt. In der Gemeinde mit knapp 7000 Einwohnern nahe bei München konnte sich Pol wertvolle Kenntnisse einer modernen Wasserversorgung aneignen. Letztendlich war das Heimweh nach Franken dann doch stark und da kam die Stellenausschreibung des Zweckverbandes zur rechten Zeit. Natürlich pendelt der neue Wassermeister nicht von Oberfranken in den Seebachgrund, glücklicherweise wurde in Großenseebach eine Wohnung frei und Pol wohnt inmitten des Versorgungsgebietes.

Wie Seeberger und auch Hofmann versicherten, wird dem Wassermeister die Arbeit nicht ausgehen, es stehen bereits Maßnahmen bei der Wasserversorgung im Terminplan. "Ich freue mich auf meine neue Aufgabe hier im Seebachgrund", meinte Sebastian Pol, der von seinem Vorgänger bereits in die Geheimnisse der Wasserversorgung im Seebachgrund eingeweiht worden war.