Fehlende Datenschutz-Optionen und eine mangelhafte Sicherheitsarchitektur machen Whatsapp einer Studie zufolge zu einer Gefahr für die Privatsphäre. Informatik-Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben ein Programm geschrieben, das zeigt, wie leicht es ist, Nutzer der Messenger-Anwendung, ihre Chat- und sogar Lebensgewohnheiten auszuspähen - etwa wann jemand zu Bett geht, wann er aufsteht, wie oft er Whatsapp während der Arbeitszeit nutzt und vor allem wann und ob er erreichbar ist. Für die Studie waren 1000 zufällig ausgefällte Nutzer aus aller Welt neun Monate lang rund um die Uhr beobachtet worden.

Aus den so gewonnenen Daten geht etwa hervor, dass Whatsapp im Durchschnitt 23 Mal am Tag genutzt wird und jeder Nutzer im Schnitt 35 Minuten mit dem Schreiben und Lesen von Nachrichten verbringt. Nutzer in Deutschland liegen den Angaben nach knapp über dem Durchschnitt: Sie öffnen die App 26 Mal am