Die Nachfrage nach Plätzen für die Kinderbetreuung ist laut Bürgermeister German Hacker (SPD) derart groß, dass der bestehende Kindergarten St. Franziskus nicht ausreicht. Obwohl das erst vor wenigen Jahren gebaute Haus bereits erweitert wird. Aber auch diese Vergrößerung auf sieben Gruppen werde nicht genügen, um die Nachfrage zu decken. Ausschlaggebend seien die Bebauung des Wohngebietes und der damit verbundene Bevölkerungszuzug, wie es in der Erläuterung zum Beschlussvorschlag heißt.

Auch wolle man mit dem Beschluss nicht warten, bis in dem neuen Wohngebiet die ersten Häuser gebaut werden. Denn auch für eine Kindertagesstätte seien ja Vorlaufzeiten für Planung und Bau erforderlich. Die neue Einrichtung soll am nordwestlichen Rand des so genannten öffentlichen Plateaus errichtet werden.

Aufträge in Millionenhöhe

Man will aber nicht den gleichen "Fehler" begehen wie bei der Planung von St. Franziskus. Diese Kita hatte sich ja schon bald als zu klein erwiesen. Die neue Einrichtung soll schon von Anfang an sieben Gruppen bekommen — vier für den Kindergarten und drei für die Krippe. Die Kosten dürften bei etwa vier Millionen Euro liegen.

In der gleichen Sitzung werden auch noch Aufträge vergeben, die ebenfalls viel Geld erfordern. Gut 800 000 Euro kostet beispielsweise der Kanal- und Straßenbau in der Adlerstraße zwischen Bamberger Straße und Nutzungsstraße einschließlich der Stichstraße am Wiwaweiher. Diese Straße ist eine der letzten der Stadt, die noch mit einem veralteten Kanal auskommen müssen. Auch die Straße selbst ist in keinem guten Zustand. Und auf der Nutzung werden die Arbeiten für Kanal und Straße zum neuen Vereinssportgelände vergeben. Hier kostet die Erschließung sogar 2,2 Millionen Euro.