Für die Krippenkinder und dem Markt Weisendorf sowie für Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU) war es ein besonderer Tag, die Einweihung der zweigruppigen Kinderkrippe in der Gerbersleite. "Das ist heute ein schöner Tag, der für Zufriedenheit und Freude sorgt, die neue zweigruppige Krippe ist fertig und wir können mit Recht stolz darauf sein", erklärte der Bürgermeister bei seiner Begrüßung.

Durch den etwas längeren Winter wurden zwar die Außenanlagen nicht ganz fertig, wie Architekt Peter Langhammer erläuterte, aber der Neubau füge sich hervorragend in die vorhandene Bauweise ein. Sowohl Langhammer, als auch Lebenshilfe Geschäftsführer Josef Hennemann lobten die hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Auch Pfarrer Lars Rebhan, der mit seinem evangelischen Kollegen Jens Arnold die Kinder, den Neubau und die Erzieherinnen den Segen erteilte, lobte den Markt Weisendorf. "Die Gemeinde tut viel für die Kinder in Weisendorf, denn die Kinder sind ganz wichtig", erklärte der Pfarrer.

Die Kinder nahmen Ansprachen gelassen und umrahmten die Feierstunde mit zwei Liedern und hatten dazu Plastikeimer zu Trommeln umgestaltet. Auf Wunsch des Bürgermeisters gaben sie noch schnell das "Baggerlied" zum Besten, schließlich hatte sie der Bürgermeister zu Würstchen eingeladen.

"Mit diesem Bau wollen wir Impulse setzen und sichtbar machen, dass wir an die Zukunft glauben, denn das ist eine Investition in die Zukunft und wir erhöhen damit auch die Lebensqualität des Marktes Weisendorf", führte der Bürgermeister aus. So gehören zur Zukunftsfähigkeit einer Gemeinde attraktive Kinderbetreuungsplätze zu schaffen und Weisendorf liege nun bei der Betreuungsquote im Krippenbereich, deutlich über 50 Prozent.

581 000 Euro fließen zurück

Die Gemeinde als Bauherr investierte für den Träger, die Lebenshilfe, rund 617 000 Euro, wobei etwa 581 000 Euro, laut Förderbescheid der Regierung, wieder zurückfließen werden.

Im August 2011 fasste der Gemeinderat nach der Bedarfsanerkennung, gegen den Widerstand von Bündnis 90/Die Grünen ("Wir sehen keinerlei Bedarf an weiteren Krippenplätzen") mehrheitlich den Beschluss zum Neubau der Krippe. Bereits bei der Planung zeichnete sich ab, dass alle 24 Krippenplätze binnen kurzer Zeit belegt sein werden.

Nach dem Spatenstich im Mai 2012 und dem Richtfest im Juli des gleichen Jahres war der Neubau im Januar bezugsbereit. Aufgrund der Mehrkosten gab es einen neuen Förderbescheid und eine Erhöhung der Fördermittel aus dem Investitionsprogramm der Kinderbetreuungsfinanzierung.

"Das war die richtige Entscheidung für unsere Kinder, denn das sind wir den Jüngsten in unserer Gemeinde schuldig. Ein Gemeinde könne nämlich ihr Geld nicht besser anlegen, als dass sie es in ihren Nachwuchs steckt, erklärte der Bürgermeister dazu. Schließlich unterstütze und ergänze eine Kinderkrippe die familiäre Erziehung, eine besser Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fördere die Persönlichkeitsentfaltung sowie soziale Verhaltensweisen der Kleinen, hob Tritthart in seiner Rede hervor.