Die Schulfamilie an der Carl-Platz-Schule ist wieder komplett, drei Frauen haben in der Schulleitung ihren Dienst angetreten. Rektorin ist ab diesem Schuljahr Susanne Schmid aus Nürnberg. Ihr zur Seite stehen Stefanie Wimmer aus Vach und Heike Hausecker aus Hauptendorf.

Die Veränderungen hatten sich zum Jahresende 2019 abgezeichnet, als Schulleiter Markus Hahn zum Schulrat in Forchheim befördert wurde. Seither führten die Konrektorinnen die Schule kommissarisch. Beide sind inzwischen befördert worden: Christiane Maurer wurde Schulleiterin an der Dorfschule in Büchenbach, Silke Schmitt ist jetzt Rektorin an der Grundschule in Höchstadt Süd.

Mehr als 600 Schüler

Das neue Team wird am Dienstag, wenn an der Carl-Platz-Schule der Unterricht für mehr als 600 Kinder in 24 Klassen beginnt, die neuen Grundschüler und ihre Eltern begrüßen. Coronakonform muss das über die Bühne gehen - eine besondere Herausforderung, der sich die Schule aber gerne stellt. Man sei vorbereitet, das Hygienekonzept steht. Hierfür zeichnet die neue zweite Konrektorin Heike Hausecker verantwortlich. Die Eltern wurden rechtzeitig informiert, alle Informationen befinden sich darüber hinaus auf der Homepage der Grundschule.

Susanne Schmid war zuletzt 14 Jahre lang Schulleiterin in Erlangen, zunächst vier Jahre in Dechsendorf und danach zehn Jahre an der Heinrich-Kirchner-Schule im Stadtwesten. Vor diesen knapp anderthalb Jahrzehnten war sie bereits sechs Jahre Lehrerin an dieser Schule. "Jetzt ist Zeit für Neues", entschied die 55-Jährige Nürnbergerin. Warum Herzogenaurach? "Weil's eine schöne Stadt ist!" Die große Schule in Herzogenaurach sei außerdem eine angenehme Herausforderung, sagt sie. In diesem Jahr habe man allein sieben erste Klassen.

Eine gute Bekannte

Erste Konrektorin ist nun Stefanie Wimmer aus Vach. Die 33-Jährige war zuvor sieben Jahre lang in Nürnberg Reichelsdorf tätig, davon zwei Jahre bereits kommissarisch als stellvertretende Schulleiterin. Obwohl sie auch von einer großen Schule kommt, findet sie Herzogenaurach spannend, auch weil diese Schule noch etwas größer ist. Durch die Weltfirmen sei die Stadt auch sehr international, auch die Schüler mit Migrationshintergrund seien eine Herausforderung. Spannend eben.

Eine gute Bekannte an der Schule ist Heike Hausecker, die zweite Konrektorin. Unterrichtet die Hauptendorferin doch schon 22 Jahre an der Herzogenauracher Grundschule. "Ich bin geblieben, weil mir das ganze Schulleben von Anfang an gefallen hat", sagt die 51-Jährige. Ihre Kinder seien groß, so dass sie sich jetzt einer neuen Herausforderung stellen mochte. Mit der Beförderung wurde ihr Lehrerdasein gewissermaßen versilbert.

Schulbeginn etwas verändert

Zum Schulbeginn am heutigen Dienstag wurden die Abc-Schüler in kleineren Gruppen als sonst eingeteilt. Jedes Kind durfte zur Begrüßung in der Aula zwei Begleitpersonen haben. In die Klassenzimmer ging's dann aber ohne Elternbegleitung, das wollen die Corona-Bestimmungen so.

Auch gibt es in diesem Jahr keinen Gottesdienst, wobei auf den kirchlichen Segen während der Eröffnungsveranstaltung aber keineswegs verzichtet werden musste. Die Vertreter der katholischen und evangelischen Pfarreien waren eingeladen. Die Eltern wurden, sobald ihre Schützlinge in den Klassenzimmern waren, vom Elternbeirat im Pausenhof bewirtet.

Vielleicht ist diese kleinere Form des Schulauftakts auch etwas familiärer und für die Kinder dadurch ebenso schön oder sogar schöner. Jedenfalls sei man an der gesamten Schule froh, dass es wieder losgeht, sagt Schmid. Die Freude überwiegt eine mögliche Skepsis.