Der HSV befindet sich in einem ruhigen Fahrwasser und die sportlichen Erfolge können sich ebenso sehen lassen, wie die Top-Anlage mit gepflegten Plätzen. In dem Herzogenauracher Ortsteil wird eine hervorragende Jugendarbeit betrieben, rund 100 Kinder spielen in sechs Mannschaften.

Im Grunde erinnerten die Worte des wiedergewählten Vorsitzenden Dietmar Kleetz an die Versammlung vor zwei Jahren. Kleetz stellte sich, wie fast die gesamte Vorstandschaft, der Wiederwahl, kündigte aber gleich an, "wenn sich nichts ändert, habe ich keine Hemmungen wieder zurückzutreten", redete Kleetz Tacheles. Was Kleetz ärgert, ist die mangelnde Unterstützung und Mithilfe der Mitglieder. "Ich bin von einigen Mitgliedern total enttäuscht und eigentlich wollte ich nicht mehr weitermachen", so ein fast ungehörter Appell des Vorsitzenden. Gerade bei Veranstaltungen, wie der Sportlerkirchweih und eine der Haupteinnahmequellen des Vereins, sind jede Menge Helfer gefragt, "das ist mit wenig Leuten einfach nicht zu schaffen", erklärte Kleetz. "So viele Omas hat keiner, die ständig Geburtstag haben", meinte Kleetz und sprach damit vor allem die Mitglieder mittleren Alters mit fadenscheinigen Ausreden an.

Als banales Beispiel nannte Kleetz die Suche nach Platzkassierern bei den Heimspielen. Letztendlich meldete sich der ehemalige Vorsitzende Helmut Seyerer, er wird sich künftig um die Einteilung der Platzkassierer kümmern.

Trotz allem, es hat sich was getan beim HSV, wie den einzelnen Berichten zu entnehmen war. Angefangen bei Sanierungsarbeiten am Sportheim, Ulli Schnabel zuständig für das Bauwesen, berichtete von über 285 Stunden, bei denen das Sportheim eine Teilsanierung erfuhr. So wurde auch die Bewässerungsanlage fertiggestellt und durch die Eigenleistungen, Schnabel hat sogar seinen Urlaub geopfert, viel Geld gespart. Deshalb nahm Kleetz mit Bedauern zur Kenntnis, dass Ulli Schnabel nicht mehr kandidiert und verabschiedete den Abteilungsleiter mit einem Präsent.

Sorgen machen sich Kleetz und Kassier Michael Stransky auch um die gestiegenen Energiekosten. "Die sind regelrecht explodiert, wir haben gegenüber dem Vorjahr 500 Liter Öl weniger gebraucht, aber 600 Euro mehr bezahlt", teilte Kleetz mit. Der Vorsitzende forderte deshalb die Mitglieder auf, Sponsoren anzusprechen und diese für den HSV zu interessieren. In diesem Zusammenhang hofft der Vorstand auch auf eine Unterstützung der Stadt.

Eine gute Einnahmequelle, aber auch ein Sorgenkind, ist das Vereinsheim. Auch hier forderte Kleetz die Mitglieder auf, doch mal anzupacken und beispielsweise den Ausschank oder den Einkauf zu übernehmen, er habe das jetzt zwei Jahre gemacht.

Einen sehr erfreulichen Bericht gab es von Jugendleiter Thomas Denk, "wir brauchen uns nicht zu verstecken und Nachbarvereine beneiden uns um unsere Jugendarbeit", zeigte sich Denk stolz auf seine hundert Kinder.
Durch die Mannschaften stößt das Gelände aber auch an seine Grenzen, zumal der Platzwart ein wachsames Auge auf seine Plätze hat. So sind des Öfteren die Trainingsmöglichkeiten stark eingeschränkt und es wurde der Ruf nach einem weiteren Platz laut. Auch Denk appellierte an die 66 erschienen Mitglieder, die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, "das dürfte angesichts von 382 Mitgliedern doch nicht allzu schwer sein", so ein Wunsch des Abteilungsleiters.

Für die Kinder und Jugendlichen wird es auch in diesem Jahr, während der Pfingstferien, wieder ein Camp mit der Fußballschule Armin Störzenhofecker geben.
Bei der letztjährigen Versammlung wurde angeregt, einen Familienhöchstbetrag festzulegen, der Vorschlag des Vorstandes, diesen auf 125 Euro pro Jahr festzulegen, folgten die Mitglieder einstimmig.


1. Vorstand: Dietmar Kleetz
2. Vorstand: Berthold Varga
1. Kassier: Michael Stransky
2. Kassier: Jan Zemsch
Sportlicher Leiter: Kristijan Klancar
Bauwesen: Dieter Prüfer -neu-
Schriftführer: Robert Schmidt