Mit der Besichtigung des Neubaus mit sozial geförderten Mietwohnungen in der Oberen Bachgasse in Adelsdorf startete am Mittwochabend die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Entstanden sind 21 Wohnungen, davon 13 Wohneinheiten von 38 Quadratmeter Größe für je eine Person, je drei Wohnungen für zwei bis vier Personen mit einer Größe von 50 bis 70 Quadratmetern sowie zwei Wohneinheiten mit 91 Quadratmetern für vier Personen. Zudem gehören zu jeder Wohnung ein fünf Quadratmeter großes Kellerabteil sowie Terrasse oder Balkon.

Vorgesehen sind die Wohnungen für einkommensschwache Bürger, unter anderem bieten sie auch Raum für ambulant begleitetes Wohnen für beeinträchtigte Menschen. "Wir haben das ein bisschen pädagogisch mitzuverantworten", erläuterte Ute Häußer, Fachdienstleiterin bei den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf. "Die Idee ist entstanden, weil wir Raum gebraucht haben für unsere Bewohner, die einen tollen Entwicklungssprung gemacht haben und nun selbstständig wohnen können. Mangels Angeboten ließ sich das bisher nicht verwirklichen. Zehn bis zwölf unserer Bewohner haben sich bereits für eine Wohnung beworben."

"Sie wohnen dann allein und gehen einer Arbeit in Adelsdorf, in Höchstadt oder in unserer Einrichtung in Gremsdorf nach", ergänzte Bereichsleiterin Beate Drücker. "Die Betreuer kommen nur stundenweise vorbei." Inklusion ist laut Häußer eine weitere Idee, die auf diese Art verwirklicht werden kann.

Barrierefrei mit Aufzug

Eric Nagel, technischer Leiter bei den Barmherzigen Brüdern, führte das Gremium durch den Neubau. "Zwei der Wohnungen sind auf Rollstuhlfahrer ausgerichtet", erklärte er. "Das Haus ist barrierefrei und hat einen Aufzug."

"Es wurde doch gesagt, dass ein Aufzug aus Kostengründen nicht möglich sein wird", warf Günter Münch (FW) ein. Nagel bejahte dies, erklärte aber auch, dass der Aufzug dann doch noch in der Planung mit drin gewesen wäre. "Wir hoffen, dass wir da noch einen Zuschuss von ,Aktion Mensch‘ bekommen", sagte er.

So genannte Laubengänge führen in den einzelnen Stockwerken zu den mit einer Fußbodenheizung ausgestatteten Wohnungen. Eine große Dachterrasse wird allen Bewohnern zugänglich sein. "Die Installationen wie Elektro, Heizung und Sanitär sind bereits fertig", berichtete Nagel, "im Moment ist der Fliesenleger dran, dann folgt der Außenputz." Im November sollen die Wohnungen fertig sein, der Bezug ist ab Dezember angedacht.

Laut Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) kommen nur Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein in den Genuss der Wohnungen. "Der Bewerber muss zu der Wohnung passen", ergänzte Nagel. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro, wobei ein Teil der Summe durch eine Förderung gedeckt werden kann.