Hervorragend war die Stimmung bei den Gästen während der Galasitzung der TSG am Samstagabend in der Weisendorfer Mehrzweckhalle. Dazu trugen vor allem das sehr gute Programm und die Beteiligten bei.
Angefangen von den Tänzen der Garde bis hin zu den Reden in der Bütt, es war ein gelungener Abend. Ein Urgestein, wenn es um den Fasching in der hiesigen Region geht, ist Susanne Nix. Sie feierte am Samstag ihr 33-jähriges Bühnenjubiläum. "Meine Schwester Gabi war schuld das ich 1979 in der Juniorengarde mit dem Tanzen begann." Seitdem hat der Fasching nicht nur Susi, sondern die ganze Familie voll im Griff. "Es dauerte nicht lange, meine Schwester Gabi war schwanger, als ich in die Fußstapfen trat und als Trainerin der Jugend- und Juniorengarde die Arbeit meiner Schwester übernahm und meine ersten Erfahrungen sammelte", erklärt die überzeugte Närrin.
Derzeit bauen die Weisendorfer Narren auf reichlich Nachwuchs in den Garden, aber auch in der Bütt haben sie mit Maximilian Nix einen Profi. Weitere Eigengewächse sind Melanie Jäckel und Katharina Nix, die ebenso wie Corinna Popp und Katja Schmeiko am Samstag ihr Talent unter Beweis stellten.
Vorwiegend für das närrische Auge gedacht, waren die Garden mit deren abwechslungsreichen Programmen. Angefangen bei den Purzelgarde, hier ist das Mindestalter drei Jahre und "die Kleinen sollten Stubenrein sein", erklärte Sitzungspräsidenten Peter Nofski. Die "Blummazupfergarde, das Aushängeschild der TSG, bot tänzerisches Können in Vollendung. Die Schautänze führten in das Land von Peter Pan und in die Welt der Schachspieler. Bei dem Tanz "Schach Matt" stand auch Susi wieder mit auf der Bühne. Sie zeigte, dass sie nicht nur das Training leitet, sondern tänzerisch durchaus noch mit der Jugend mithält.
Übermaß strapaziert wurden die Lachmuskel als Andrea Lipka als Raumkosmetikerin Elfriede Rumpler nicht nur von Problemen am Arbeitsplatz, sondern auch mit ihrem Ehemann erzählte. Zu guter Letzt und unter dem Beifall der Besucher gab es einen gekonnten närrischen Strip.
Wolfgang Düringer als "microtechnische Fachangestellte im öffentlichen Dienst", sprach als Klofrau von einer nicht immer angenehmen Arbeit. Er hatte die Lacher ebenso auf seiner Seite wie der "göttliche Barde" Alexander Göttlicher. Höhepunkt des Profis war eine aus acht Personen zusammengestellte menschliche Orgel. Mit diesen "Pfeifen" und umfunktionierten Karotten trug er allerlei Melodien vor. Von "Alle meine Entchen" bis zu Hardrocksongs zelebrierte er dieses spezielle Musikevent. Als dann die Publikumskandidaten mit Oblaten bewaffnet noch den aktuellen Hit von Göttlicher "Babalababb" zum Besten gaben, war der Saal außer sich und forderte lautstark eine Zugabe.
Die "Almdudler" der Brucker Gaßhenker überraschten mit spektakulären Hebefiguren, das Männerballett der "Prunknesia Emskirchen" eher mit ihren "Revuekörper". Nicht mehr zu halten waren die Weisendorfer als Tobias Kraus auf der Bühne stand. Seine Erlebnisse beim Besuch des Oktoberfestes und sein Stimmungsmedley heizten die Stimmung im Saal nochmals richtig an. Ramona von der Faschingsgesellschaft "Alzhibib", das Tanzmariechen sowie das Tanzpaar "Sister Act" von den Steiner Schlossgeistern, aber auch die Allersberger Hexen, trugen mit ihren Beiträgen und Darbietungen ebenfalls zu einem gelungenen Abend bei.
Bleibt nur noch närrisch zu erwähnen, dass Sitzungspräsident Peter Nofski, der so langsam an Jahren zulegt, im Vorfeld über Arbeitsstress klagte, Seine Kollegen im Elferrat überließen ihn deswegen einen Rollator. Bevor das Duo "Marc und Niels" am Ende des offiziellen Teils zum Tanz aufspielten zeigten sich die Mitwirkenden Akteure des Abends zum großen Finale nochmal auf der Bühne.