Mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden laut dem bayerischen Innenministerium Menschen, die „sich weit über das übliche Maß hinaus für ihre Mitmenschen und für das Gemeinwohl eingesetzt“ haben. „Sie haben hohes, vorbildliches bürgerschaftliches Engagement gezeigt und wertvolle Arbeit zum Wohle ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet.“ Das teilt das Universitätsklinikum Erlangen mit.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiere sich Beckmann für die Gesundheit von Frauen in der Hugenottenstadt und weit darüber hinaus. In der Laudatio für den Erlanger Klinikdirektor hieß es zudem: „Sie tragen (…) als ausgewiesener Experte der Präzisionsmedizin für genetisch prädisponierte Tumorerkrankungen und schwangerschaftsassoziierte Erkrankungen basierend auf Genom- und Proteomanalysen unermüdlich zur hervorragenden Entwicklung der zweitgrößten deutschen Einzelklinik in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bei.“ Und weiter: „Nicht umsonst genießt Ihre Klinik einen überregional ausgezeichneten Ruf. Sie wurde nicht nur von der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. als klinisch-wissenschaftliches Endometriosezentrum zertifiziert, sondern hat sich unter Ihrer Ägide auch zu einem onkologischen Spitzenzentrum weiterentwickelt.“

Beckmann studierte Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Université catholique de Louvain, der Columbia University, der University of Natal und der Université Louis Pasteur. Er promovierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und habilitierte sich schließlich nach verschiedenen Forschungsaufenthalten in der Schweiz und in den USA 1995 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Fach Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Jahr 2001 übernahm er den Lehrstuhl für Geburtshilfe und Frauenheilkunde an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg und wurde Direktor der Frauenklinik des Uni-Klinikums Erlangen. Seit 2006 ist er Vorstandsvorsitzender des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg, seit 2008 Direktor des Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN und Mitglied der verschiedensten Fachgesellschaften, u. a. der Leopoldina – der größten Wissenschaftsakademie Deutschlands. Ehrenamtlich bringt sich Beckmann darüber hinaus unter anderem beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (Familien in Not) und bei der Medizinischen Kommission der Conterganstiftung (Beurteilung Geschädigter) ein.