Uniklinik will Angehörigen von Krebskranken helfen: Schwere, lebenslimitierende Krebserkrankungen erschüttern vor allem die Patienten selbst. Betroffen sind aber oft auch Angehörige, Freunde, Nachbarn, Kollegen und Arbeitgeber, über die ebenfalls eine Flut von Emotionen, Informationen und Herausforderungen hereinbricht. Dem nimmt sich die Koordinationsstelle Palliativmedizin im Netzwerk der deutschen Comprehensive Cancer Center mit Sitz am Universitätsklinikum Erlangen in einem öffentlichen Bürgerforum an. Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. April 2021, von 17.00 bis 19.00 Uhr statt. Der Einwahllink lautet https://www.uker.de/ccc-buergerforum und ist mit Beginn des Bürgerforums freigeschaltet.

In die Begleitung von Schwerkranken sind viele Menschen und unterschiedliche Strukturen eingebunden. Allen voran ist hier das Gesundheitssystem gefragt, dies reicht aber für ein umfassendes, bedürfnisorientiertes Angebot bei Weitem nicht aus. Auch Städte und Gemeinden sollten in die Begleitung eingebunden werden – die Orte also, an denen Menschen leben, wohnen und sterben. Doch welche Ansätze gibt es hierfür?

Uniklinik Erlangen: Angehörige von Krebskranken meist berufstätig

Darüber berichtet Prof. Dr. Steffen Eychmüller, leitender Arzt im Palliativzentrum des Universitätsspitals Bern, in seinem Vortrag „Schwerkranke begleiten: das Lebensende als Gemeinschaftsaufgabe – compassionate cities“. Den bisher noch eher seltenen Blick auf die Berufstätigkeit der Angehörigen und die Auswirkungen der Erkrankung darauf beleuchtet Diplom-Soziologin Anneke Ullrich vom Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf in ihrem Vortrag „Schwerkranke begleiten: Welche Herausforderungen gibt es für Angehörige und ihre Berufstätigkeit?“.

Das Bürgerforum findet in diesem Jahr pandemiebedingt zum ersten Mal digital statt. Die Teilnahme ist damit deutschlandweit möglich und kostenlos. Die Veranstaltung richtet sich an Patienten und interessierte Bürger ebenso wie an Ärzte und Wissenschaftler. Sie ist interaktiv gestaltet und es gibt die Möglichkeit, den Referenten per Chat Fragen zu stellen. Bis zum 20. April 2021 können bereits Fragen per E-Mail eingereicht werden an ccc-koordination.pm@uk-erlangen.de.

Die Koordinationsstelle Palliativmedizin ist in der Palliativmedizinischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Christoph Ostgathe) des Uni-Klinikums Erlangen verortet. Sie koordiniert die Aktivitäten der AG Palliativmedizin der deutschen onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center) und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe gefördert.

Weitere Informationen:

Martina Börner
Telefon: 09131 85-42519
ccc-koordination.pm@uk-erlangen.de