Bunt, weich, praktisch: Herzförmige Kissen helfen Frauen nach einer Brustkrebsoperation unter anderem dabei, Schmerzen zu lindern und die Wundheilung zu unterstützen, wie das Uniklinikum Erlangen erklärt. 215 dieser liebevoll selbst genähten Herzkissen sowie zusätzlich 215 Gurtkissen als Polster für Gurte oder Taschenriemen brachten Gabriele Reuschl und Heike Kizer nun zum wiederholten Mal in die Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen. Die stellvertretende Klinikdirektorin PD Dr. Carolin C. Hack, Physiotherapeut Mario Witter und die Physiotherapie-Auszubildenden Laura Braatz und Kristina Zapf nahmen die Handarbeiten dankend entgegen.

„Jedes der selbst gemachten Kissen ist ein ganz besonderer, langer Begleiter für unsere Brustkrebspatientinnen. Für Ihre Mühe und Unterstützung möchten wir uns herzlich bedanken“, sagte Dr. Hack bei der Spendenübergabe.

Die farbenfrohen Unikate sind nicht nur ein Symbol für Trost, Hoffnung und Zuversicht, sondern erweisen sich gleichzeitig als sehr nützlich: Denn nach einer Brustkrebsoperation haben Patientinnen oftmals lange Zeit Wundschmerzen, die vor allem im Liegen stark zu spüren sind. Zur Linderung kann ein Herzkissen mit seinem tiefen Einschnitt zwischen den beiden Flügeln hilfreich sein. Bequem unter die Achsel geklemmt reduziert es beispielsweise die Schwellung des Arms, mindert das Druckgefühl und unterstützt den Lymphfluss. Speziell beim Autofahren oder Einkaufen hilft vor allem ein Gurtkissen, schmerzende Körperstellen zu polstern.

Als Heike Kizer und Gabriele Reuschl von einer Brustkrebspatientin erfuhren, dass auch der sogenannte Port – ein dauerhafter Venenzugang zur Medikamentengabe – oftmals drückt, überlegten sich die Freundinnen ein Schnittmuster für herzförmige Portkissen zur Polsterung unter der Kleidung. Die ersten Exemplare zum Testen brachten sie nun ebenfalls mit zur Spendenübergabe.