Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lässt wegen der angespannten Corona-Lage nur noch genesene und geimpfte Studierende in den Hörsaal. "Studierende mit einem Non-2G-Status können nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen, den Inhalten allerdings online folgen", teilte die Uni am Freitag auf ihrer Homepage mit. Die Regelung soll von kommendem Montag an gelten - mit einer Übergangsfrist bis zum 22. November.

Am Dienstag soll die 2G-Regel in Bayern flächendeckend eingeführt werden, wie das Gesundheitsamt München am Freitag mitteilte. Wer ab dem 16. November in ein Restaurant gehen will oder in einem Hotel übernachten will, benötigt einen Impf- oder Genesungsnachweis. "Die aktuelle Lage ist höchstdramatisch und besorgniserregend", sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). "Nur mit konsequenten Zutrittsbeschränkungen wie 2G kann es uns gelingen, unser Gesundheitssystem vor einer noch dramatischeren Belastung zu schützen."

Online wird die FAU wegen der 2G-Regel von Impfgegnern wüst beschimpft, in der Facebook-Kommentarspalte häufen sich boshafte Nazi-Vergleiche und Hitler-Bilder. Doch es gibt auch Zustimmung - von Menschen, die nach eigenen Angaben an der Uni studieren oder arbeiten. "Das ist sehr gut! Immer mehr Studierende und Mitarbeitende waren wegen der Sicherheit von Präsenzveranstaltungen besorgt und hätten vermutlich zeitnah auf Onlinelehre gewechselt. So lässt sich Präsenzlehre behalten und sicherer machen", schreibt etwa ein Nutzer bei Twitter.