Als eine Polizeistreife vergangenes Wochenende (18. April) auf der A3 einen Sattelzug überholte, wurden die Beamten hellhörig: Den Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen fiel in Fahrtrichtung Passau ein Sattelzug mit einem erheblichen technischen Mangel auf. Als die Streife den Sattelzug überholte konnten sie ein lautes „Schlagen“ feststellen. Das berichtet die Dienststelle in ihrem Pressebericht am Tag danach. Bei der nun folgenden Kontrolle auf einem Parkplatz war der Grund schnell gefunden.

Bei einem Rad des Sattelaufliegers fehlten die Hälfte der Radmuttern. Von zehn Muttern, waren fünf gar nicht vorhanden, die restlichen fünf waren auch bereits lose und alle zehn Bolzenlöcher der Felge waren ausgeschlagen, auch der Zentrierring der Radnabe war bereits beschädigt. Der Fahrer wollte nun ein neues Rad montieren und riss dabei mehrere Radbolzen der Radnabe ab.

A3: Lkw-Fahrer mit gefährlicher Vertuschung vor den Augen der Polizei

Da er unbedingt weiterfahren wollte, versuchte er die Beamten zu täuschen, indem er die abgerissenen Bolzen samt Mutter in die Löcher steckte. Bei der Nachkontrolle durch die Streife fielen die Bolzen dann zu Boden.

Da bei dem Fahrer zusätzlich auch Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt werden konnten, wurde insgesamt ein Bußgeld von mehreren Hundert Euro erhoben. Der Sattelzug mit einem Gesamtgewicht von knapp 40 Tonnen muss nun so lange stehen bleiben, bis die komplette Radnabe getauscht und dann ein neues Rad montiert wurde.

Zu einem schweren LKW-Unfall kam es Anfang der Woche in der Fränkischen Schweiz.