Am Sonntag um 13.26 Uhr wird Achim Hirsch in den Zug steigen und sich auf den Weg nach Berlin machen. Dort ist er am Abend um 21.45 Uhr bei Günther Jauch live im Fernsehstudio zu Gast. Aufgeregt ist Hirsch nicht, sagt er, und das, obwohl die Livesendung letzten Sonntag von 4,45 Millionen Zuschauern verfolgt wurde. "Ich gehe da gelassen ran", so Hirsch. "Aber Günther Jauch ist natürlich schon Champions League", sagt er.
Thema der Sendung werden Kraftstoffpreise sein. Vor allem die Rekordpreise an der Zapfsäule und die undurchsichtige Preispolitik werden diskutiert werden. "Auch die Situation der Tankstellenpächter wird angesprochen werden und mit geladenen Gästen aus der Politik, vom Mineralölverband, aus den Medien und Prominenz diskutiert", erzählt Hirsch.
Dabei sein werden unter anderem der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda und FDP-Generalsekretär Patrick Döring. In seiner Funktion als Tankstellenberater wird Achim Hirsch die Interessen der Tankstellenbetreiber vertreten.
Seit etwa zwei Jahren berät der Adelsdorfer die Pächter von Tankstellen bei ihren Verträgen mit den Mineralölgesellschaften. Vier Jahre lang hatte Hirsch selbst eine Tankstelle gepachtet. Wie er auf seiner Internetseite sagt, habe er dabei selbst erfahren, dass den Mineralölgesellschaften bei der Durchsetzung ihrer Interessen fast jedes Mittel recht ist.

Hirsch hat Erfahrung


Ihr Ziel sei es dabei, "die sowieso schon finanziell gebeutelten Partner am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen", heißt es dort. Aufgrund seiner mehrjährigen Erfahrung in der Branche, als Pächter und als Berater, verfüge er mittlerweile über gute Informationsnetzwerke.
Für Hirsch ist auch die Frage nach der Ursache der Preistreiberei klar: "Preistreiber sind im Moment die Mineralölgesellschaften", sagt er. Diese werden ihn am Sonntagabend sicherlich ganz genau im Auge haben, schließlich sind die Ansichten, die er vertritt, für die Mineralölkonzerne ziemlich unbequem. "Deswegen muss ich schon aufpassen, was ich sage. Aber ich werde nichts erzählen, was nicht der Realität entspricht", sagt Hirsch. Deshalb werden die Konzerne ihm auch nichts anhaben können, sagt er weiter.
Bereits am Mittwoch war der Tankstellenberater im Fernsehen zu sehen, als er bei der Sendung Plusminus über die Probleme der Pächter sprach. "Wegen des Fernsehberichts bei Plusminus bin ich von der Redaktion von Günther Jauch eingeladen worden", erzählt Hirsch. Erst am Donnerstag gab er außerdem ein Interview für den Radiosender Antenne Thüringen. "Da werden sicher noch weitere Statements folgen", sagt er. Und genau das ist auch sein Anliegen: Das Thema der breiten Öffentlichkeit bewusst machen und zur Diskussion anregen.