Nordumgehung und Südumgehung, Stadtumlandbahn und der (erfolglose) Ruf nach einem S-Bahn-Anschluss - das Thema Verkehr ist eines der beherrschenden in einer Stadt, die so viel Arbeitsplätze vorhalten kann wie kaum eine andere in ihrer Größenordnung. Und die unter dem Verkehrsstrom ihrer vielen tausend Einpendler ächzt.

Keine Frage, dass da sogar ein Tunnel angeregt wurde, und jetzt offenbar auch wieder wird. Im Zuge der Debatte um die Stadtumlandbahn hört man jenes wieder aus dem Umfeld der Rathgeberstraße. Und überhaupt: Warum sollte man in einer Weltstadt nicht wirklich klotzen statt kleckern? Warum nicht gleich ein U-Bahn-Anschluss?

Wer die Straßenbeschriftung am Dienstag in der Schütt gesehen hat, der mag sich nach einem erfolglosen Reiben der Augen möglicherweise so etwas gefragt haben. Wollen die jetzt wohl eine U-Bahn? Immerhin wurde in der Straße fast zwei Jahre gebaut, das sollte doch reichen für eine Untertunnelung. Nur so ist es schließlich zu erklären, dass da plötzlich in großen Lettern der Schriftzug "SUB" aufgepinselt wurde. Sub wie Subway, und das heißt doch U-Bahn, oder?

Oder die eifrigen Bauarbeiter und Straßenmaler haben schlicht ein "T" vergessen, und das ganze soll nicht "SUB" heißen, sondern STUB. Also Stadtumlandbahn. Und die soll ja wirklich kommen, das ist ja beschlossen. Aber neuerdings auch in die Schütt? Da wollte sie der Bürgermeister doch gar nicht haben ...

Freilich ist dem nicht so. Weder U-Bahn-Hirngespinst noch Stub-Haltestellen-Wünsche lassen sich aus den drei weißen Buchstaben herauslesen. Es ist schlicht ein Fehler passiert. Die Schablone seitenverkehrt aufgelegt, und schon wurde aus "BUS" ein "SUB". Schnell erkannt, war die Aufschrift auch ebenso schnell korrigiert. Und die Passanten erkennen jetzt, was wirklich ausgesagt werden soll. Und wo der Bus halten wird in der Schütt. Dort wo er auch früher schon gehalten hat. Ohne Tunnel und U-Bahn. Ganz einfach ein Bus. Schade irgendwie.