In den letzten Wochen wurde bereits über den Windows-Trojaner "Locky" berichtet. Die Folge einer Infektion ist, dass Daten so verschlüsselt werden, dass nicht mehr auf diese Daten zugegriffen werden kann.

Trotz neuester Schutzprogramme sind nun auch die Systeme der Bezirkskliniken Mittelfranken massiv von einem ähnlichen Virus bedroht. Donnerstag und Freitag letzter Woche wurden drei infizierte Rechner isoliert. Darüber hinaus wurden alle Systeme offline geschaltet. Das bedeutet, dass die Bezirkskliniken Mittelfranken derzeit über E-Mail nicht erreichbar sind.


Geräte werden gescannt

Durch diese konsequente Vorgehensweise kann nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, dass die Unternehmensdaten inklusive aller Patientendaten, die auf zentralen Servern gespeichert sind, nicht betroffen sind.
Um hier eine Infektion zu verhindern, muss nun jeder einzelne Rechner auf die Infektion untersucht werden, bevor die Anbindung an die Server wieder hergestellt wird. Etwa 1600 Geräte müssen gescannt werden.

Was bedeutet das für die tägliche Arbeit? Die Patientenversorgung ist sichergestellt und wird, wie gewohnt, weitergeführt. Hierzu sind alle Maßnahmen ergriffen worden. Im Laufe der Woche werden die Bezirkskliniken mit einzelnen zentralen Rechnern wieder online gehen. Es ist aber davon auszugehen, dass es länger dauern wird, bis das System vollumfänglich wieder läuft. Der Schaden durch den entstehenden Aufwand ist derzeit noch nicht abzuschätzen.

Die Kommunikation läuft vorläufig über die klassischen Kommunikationsmittel wie Fax und Telefon.