Zahlreiche Interessierte besuchten das Staatliche Berufsschulzentrum in Herzogenaurach. Die Fachschulen für Maschinenbautechnik und Mechatroniktechnik präsentierten sich im Rahmen ihres "Tages der offenen Tür" nicht nur als moderne Schule, sondern auch mit ihren praxisorientierten Angeboten.

"Die beruflichen Schulen und unsere Fachschulen sind ein wichtiger Garant dafür, dass junge Menschen eine qualifizierte berufliche Ausbildung absolvieren und sich damit eine solide berufliche Zukunft aufbauen können", sagte Oberstudienrätin Bärbel Vogel beim Rundgang. Gerade die Technikerschulen ermöglichen eine anspruchsvolle Weiterqualifizierung. Die Fachschulen vertiefen und erweitern die berufliche Erstausbildung und bauten auf Berufserfahrungen auf.

Bärbel Vogel und engagierte Lehrer sowie motivierte Schüler zeigten die ganze Bandbreite des schulischen Alltags und zeigten auf, wie man konstruktive und fertigungstechnische
Probleme zu lösen hat und dabei auch oft seine Kreativität unter Beweis stellen muss. "Unmögliches möglich machen — ein hoher Anspruch, den unsere Schüler an ihren künftigen Beruf stellen und dem sie auch gerecht werden wollen. Man braucht dazu etwas Ehrgeiz, Ausdauer und das Interesse an Technik", erklärte einer der Referenten bei einer Vorführung. Während des Tages gab es nicht nur viel Wissenswertes um die berufliche Fortbildung und einen möglichen Schulabschluss, sondern Schüler demonstrierten den Besuchern einen praktischen Schulalltag.


Spannende Möglichkeiten

Die überwiegend jungen Besucher konnten ihre Konstruktionsfähigkeiten ebenso testen, wie einen von den Schülern gebauten Industrieroboter bewundern oder ihren Entwurf vom 3D-Drucker fertigen lassen. Die Spannungsoptik-Versuche, das experimentelle Verfahren zur Ermittlung der Spannungsverteilung, verblüffte nicht nur die "normalen" Besucher, sondern auch solche, die bereits einen Beruf im Maschinenbau oder der Konstruktion ausüben.

Die Ausbildung Maschinenbautechnikerin oder -Techniker umfasst wesentliche ingenieurwissenschaftliche Grundlagen, wie Festigkeitslehre, Maschinenbauelemente oder Konstruktionstechnik. Zusätzlich werden aber auch betriebswirtschaftliche Grundlagen und allgemein bildende Fächer unterrichtet. Die Fachschule für Maschinenbautechnik dient der beruflichen Fortbildung und verleiht außerdem den mittleren Abschluss. Durch das Ablegen einer Ergänzungsprüfung kann die allgemeine Fachhochschulreife erlangt werden.

Nicht minder praxisorientiert ist die Aufstiegsfortbildung zur Mechatronikerin oder Mechatroniker. Zum Unterricht gehören ebenfalls die wesentlichen ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen wie die Mechatronische Systementwicklung sowie Softwareentwicklung und Konstruktionstechnik. Aber auch betriebswirtschaftliche Grundlagen und allgemein bildende Fächer gehören zur Ausbildung. Ebenso wie bei der Maschinenbautechnik wird der mittlere Schulabschluss verliehen und nach dem Ablegen einer Ergänzungsprüfung kann die allgemeine Hochschulreife (Fachabitur) erlangt werden.

Die Voraussetzung zum Besuch der FOS ist eine für die Ausbildungsrichtung einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf (z.B. alle elektrotechnischen und mechatroniktechnischen Ausbildungsberufe) mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren und eine spätere einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens einem Jahr. Bewerber ohne die geforderte Berufsausbildung können aufgenommen werden, wenn sie eine der Ausbildungsrichtung entsprechende berufliche Tätigkeit von mindestens sieben Jahren nachweisen können.


Probezeit

Die endgültige Aufnahme ist abhängig vom Bestehen der Probezeit. Als Probezeit gilt das erste Schulhalbjahr. War ein Schüler aus besonderen Gründen während der Probezeit, insbesondere durch nachgewiesene längere Erkrankung, in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, so kann die Probezeit um höchstens drei Monate verlängert werden.

Wie Bärbel Vogel erklärte, sind bei den Mechatronikern noch einige Plätze frei, aber auch bei der Maschinenbautechnik werden jederzeit Anmeldungen entgegengenommen und werden auf der Warteliste geführt. (Kontakt unter: Tel: 09132/8023 - Fax: 09132/8024 - oder: verwaltung1@sbs-herzogenaurach.de - Homepage: http://www.sbs-herzogenaurach.de)