Obwohl sie Teil eines offiziellen Radwegs ist, wird die rund 600 Jahre alte Aischbrücke in Höchstadt von Radlern eher gemieden. Der Grund liegt im Fahrbahnbelag auf dem denkmalgeschützten Bauwerk.
Zwischen den Pflastersteinen aus Granit klaffen bis zu vier Zentimeter breite Fugen, die auch noch so tief sind, dass darin ein Fahrradreifen locker steckenbleiben kann. Auch Fußgänger und vor allem ältere Menschen haben mit diesem historischen Pflaster ihre Probleme.
Spätestens bis zur Höchstadter Kirchweih, die heuer am 29. Juni beginnt, sollen die Stolperfallen auf der alten Brücke beseitigt sein, versichert Architekt Ernst Otto Weber. Unter seiner Regie wird derzeit das Pflaster neu verfugt.
Schon im Herbst vergangenen Jahres waren auf der Brücke zwei Musterflächen mit verschiedenfarbigem Fugenmörtel angelegt worden. Nachdem im Winter getestet wurde, ob sie den Frost unbeschadet überstehen, habe man jetzt zusammen mit Vertretern vom Landesamt für Denkmalpflege die dunklere Variante ausgewählt, berichtet Denkmalexperte Weber.
Derzeit schließt die Firma Sauer aus Gunzendorf die überbreiten Fugen, die vorher noch mit Hochdruck ausgeblasen werden, mit rein mineralischem Mörtel. Rund 10 000 Euro lässt sich die Stadt diese Arbeiten an ihrem Wahrzeichen kosten.