Im Vorfeld der Haushaltsberatungen im Stadtrat (29. Januar) sind unterschiedliche Positionen zum Bau einer Stadthalle geäußert worden. Während der Grüne Maximilian Maydt laut über eine Zusammenarbeit mit Adidas nachdenkt, hat sich die CSU schon auf einen idealen Standort festgelegt. Die Diskussionen nimmt Bürgermeister German Hacker (SPD) zum Anlass, sich zum Sachstand des Planungsprozesses zu äußern.

Demnach hatten sich in der Zukunftswerkstatt im Oktober des vergangenen Jahres fünf mögliche Standorte herauskristallisiert. Zwei davon sind unterdessen vom "Begleitkreis Stadthalle" ausgesondert worden. Als Grund nennt Hacker die Nichtverfügbarkeit der Grundstücke.
Im Rennen blieben nach dem ersten Zusammentreffen des Kreises folgende drei Standortvarianten: heutiger Vereinshausstandort, die Fläche westlich des "Puma-Kreisels" und eine Fläche im neuen Gewerbegebiet an der Bamberger Straße.

Die CSU hat sich bereits auf den Standort gegenüber Puma festgelegt. Dieser wäre attraktiver und eine Halle könnte repräsentativer erstellt werden, meinte Fraktionschef Bernhard Schwab im FT-Gespräch (der FT berichtete am Samstag unter der Überschrift "CSU will Standort nahe Puma"). Im Gewerbegebiet hingegen wäre seiner Meinung nach eine solche Halle weniger geeignet.

Drei Möglichkeiten

Untersucht werden, wie Hacker in einer Stellungnahme schreibt, allerdings alle drei Möglichkeiten. Darauf hat sich der Begleitkreis geeinigt. Noch im Dezember ist eine solche "eingehendere Untersuchung" respektive Machbarkeitsstudie an eine "erfahrende Firma aus dem Großraum Nürnberg" vergeben worden. Die Bearbeitungszeit umfasst vier bis fünf Monate, so dass laut Hacker mit den Ergebnissen etwa ab Mai gerechnet werden könne.

Dann könne der Prozess, der in permanenter Abstimmung mit dem Begleitkreis und der Öffentlichkeit stattfinden soll, fortgesetzt werden.

Wie der Bürgermeister erläutert, "werden die bereits durch die Stadtverwaltung erfolgten Erhebungen, insbesondere die zu Standortbewertungen, und die durch die Zukunftswerkstatt erarbeiteten Rahmenbedingungen selbstverständlich berücksichtigt". Dazu zählen für Hacker auch die bereits vorhandenen oder geplanten Veranstaltungsorte, die in Herzogenaurach öffentlich genutzt werden können. Damit ist auch Maydts Wunsch berücksichtigt.


Begleitkreis Er ist besetzt mit Vertretern aus Bürgerschaft, Verwaltung, Fraktionen und Fachleuten

Untersuchung Komponenten sind unter anderem eine umfassende Grundlagenermittlung, die Marktanalyse, zukünftige Marktentwicklungen, eine Standortanalyse, Variantenvorschläge, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die Auswertung der genannten Punkte mit Dimensionierungs- und Konzeptempfehlungen.