Es wird noch ein bisschen dauern, bis der zehn Monate alte Nico bei der Spielvereinigung Heßdorf dem Ball hinterherjagt. Aber in der Chronik hat er schon jetzt einen festen Platz, nämlich als 700. Mitglied des Vereins. "Endlich ist es uns gelungen, die magische Zahl zu knacken", freute sich Vorsitzender Johann Ort, als er die Urkunde und einen Ball, was auch sonst, überreichte.

Der kleine Nico war bei der Jahresversammlung im Sportheim natürlich der Mittelpunkt, aber er nahm den Rummel und den Beifall ganz gelassen. Ihn interessierten weder die Berichte noch die Neuwahlen, und sein Vater Markus Maiwald brachte das jüngste Mitglied auch wieder rechtzeitig nach Hause. Der Mitgliederstand konnte kontinuierlich erhöht werden, berichtete Ort, von 673 zum Jahresende 2012 auf nunmehr 700.

Es gibt aber noch eine Besonderheit bei der Spielvereinigung: "Die Integration in unserem Verein ist uns sehr wichtig und auch ein Ziel", erklärte dr Vorsitzende. So nehmen drei in Heßdorf untergebrachte Flüchtlinge regelmäßig am Trainingsbetrieb teil.

Bei den Fußballmannschaften seien zwar nicht alle Wunschziele erreicht worden, umso wichtiger seien der Zusammenhalt und die Harmonie im Verein. "Wir arbeiten dran und setzen auf unsere motivierten Spieler", erklärte Abteilungsleiter Jusuf Alijaj in seinem Bericht. Bei den Altherren geht es neben der sportlichen Betätigung vor allem um Veranstaltungen und um ein gemütliches Miteinander, beispielsweise bei einer deftigen Schlachtschüssel.

Einen regelrechten Boom erlebt die Gymnastikabteilung, wie dem Bericht von Franziska Reif zu entnehmen war. So waren nahezu alle Kurse ausgebucht, und für dieses Jahr will die Abteilungsleiterin weitere Kurse mit ins Programm nehmen.

Sorgen plagen dagegen Peter Falk, den Vorsitzenden der JFG Seebachgrund. Derzeit spielen in der JFG 250 Kinder und Jugendliche, aber eine weitere Mannschaft kann nicht mehr angemeldet werden, klagte Falk. Es fehle schlicht und einfach an Trainingsmöglichkeiten, diese seien sowohl in Heßdorf als auch in Großenseebach ausgereizt. Abhilfe könnte und würde der Schulsportplatz in Hannberg schaffen, "wenn die Gemeinde die zugesagte Wiederherstellung in Angriff nehmen würde", erklärte dazu Johann Ort.

Der Kassenbericht von Katja Gumbmann wies zwar ein negatives Ergebnis aus, der Verein wird aber, auch für die erforderlichen Baumaßnahmen, keinen Kredit in Anspruch nehmen. "Wir machen das, was wir finanziell auch stemmen können", erklärte Ort in seinem Bericht zum Bauausschuss. So soll in diesem Jahr, soweit finanzierbar, das Flutlicht in Ordnung gebracht und auch die Eingangstreppe des Sportheimes erneuert werden.
Neben der Erneuerung der Kellerfenster und der Verfüllung eines Schachtes soll in Zusammenarbeit mit den Kerwas-Burschen auch eine Lösung für den Kirchweihbaum gefunden werden. Bei jeder Kirchweih muss das Pflaster am Sportheim geöffnet und entfernt werden, eine überflüssige Arbeit, wie der Vorsitzende findet. Bürgermeister Horst Rehder (Bürgerblock) sagte, dass sicher eine Lösung gefunden werden wird und ein betoniertes Loch für den Baum sicher zu machen sei.

Bei den Neuwahlen gab es nur eine Veränderung, Georg Süß übte das Amt des Zweiten Vorsitzenden über vier Jahre aus und konnte aus zeitlichen Gründen nicht mehr kandieren. Einstimmig abgesegnet wurde auch eine Änderung der Satzung, die im redaktionellen Teil der heutigen Zeit angepasst wurde.