Der Herzogenauracher Vereinssportbeirat (VSB) zur Förderung und Wahrnehmung der besonderen Belange des Vereinssports wurde im November 2011 gegründet und berät den Bürgermeister, den Stadtrat, dessen Ausschüsse und die Stadtverwaltung auf dem gesamten Gebiet des Vereinssports.
Walter Bauer, der für den erkrankten Vorsitzenden Erich Klenk (TSH) den Bericht erstattete, hob besonders die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervor. Als Erfolg bezeichnete Bauer den "Sportpass" für Erstklässler, der im vergangenen Jahr eingeführt und von rund 60 Prozent der betroffenen Kinder in Anspruch genommen wurde. "Diese Maßnahme scheint in Bayern einmalig zu sein und stieß beim BLSV auf große Beachtung", erklärte Bauer. Zu keinem Erfolg führte dagegen der Wunsch nach einem "Bonus-Scheck" für Herzogenauracher Vereine, trotz Fürsprache von Bürgermeister German Hacker (SPD) gab es von den Sportartikelfirmen eine Absage.
Dem VSB ist vor allem auch daran gelegen, die Vorstandsmitglieder der Vereine bei Veranstaltungen über Themen wie Vereinsrecht und Vereinsbesteuerung aufzuklären. Bauer berichtete von einer guten Resonanz, so nahmen im Schnitt rund 80 Personen teil.

Auf Nachfrage von Walter Drebinger (CSU) wurde auch die Belegung der Sporthallen diskutiert. Der VSB, die Stadt und die Vereine erhoffen sich mit der noch im Bau befindlichen Realschul-Turnhalle eine Entzerrung. "Der Mangel an Belegungszeit ist gerecht verteilt", meinte Bauer. Der Wunsch nach einer weiteren Halle ist nach wie vor gegeben, "dieses Thema ist nicht neu", erklärte dazu der Bürgermeister und ließ sich auch keine Aussage entlocken, ob und wann ein Neubau geplant wird. So stehe in etwa drei bis vier Jahren eine Komplettsanierung der mittlerweile 25 Jahre alten Turnhalle des Gymnasiums an. "Die Halle ist nahezu am Ende, so müsse der Boden erneuert werden, die Wände isoliert und eine Reihe von weiteren Maßnahmen durchgeführt werden", kündigte Hacker schon einmal an.
"Wir stehen den Vereinen zur Seite, unterstützen sie bei Problemen oder bei der Beantragung von Fördermitteln, drängen uns aber nicht auf. Die Vereine müssen auf uns zukommen", erklärte Bauer, als Sigi Sendner (SPD) über die Zusammenarbeit der Herzogenauracher Fußballvereine informiert werden wollte. Sendner meinte damit auch die Diskussion über einen Zusammenschluss oder die Fusion von Fußballvereinen. Hier machten sowohl Bauer als auch Wolfgang Schroff (ASV Herzogenaurach) deutlich, dass sich der VSB da nicht einmische. So gab es wohl Gespräche von Funktionären, wie auch der Bürgermeister wusste, aber es sei weder eine Aufgabe der Stadt noch des VSB, in dieser Angelegenheit irgendetwas zu unternehmen.

Bauer wies noch darauf hin, dass der Vereinssportbeirat ehrenamtlich arbeite und damit auch keine Kosten entstehen, weder für die Vereine noch für die Stadt. "Wir machen das alle sehr gerne und sind eine homogene Gruppe aus unterschiedlichsten Sparten", erklärte Bauer. Als Nächstes will sich der VSB mit der Frage beschäftigen: "Wie aktiviere ich Ehrenamtliche?", da es in manchen Vereinen beim ehrenamtlichen Nachwuchs etwas hapert.