Der Pflichtsieg im Viertelfinale des Bezirkspokals gegen Forchheims Reserve diente den Bezirksoberliga-Handballern als Aufwärmprogramm für das Derby gegen die TSH zwei Tage später.


Bezirksoberliga Ostbayern: HSG Erlangen/Niederlindach - TS Herzogenaurach 32:22

Dass die HSG der Einstufung als Abstiegskandidat keineswegs gerecht wurde, zeigte die Mannschaft bereits im Hinspiel, als sie den Favoriten in dessen Halle mit 36:34 bezwang. Erst nach einem ganz schwachen Rückrundenstart mussten die Niederlindacher die TSH in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

Hochmotiviert ging das Team in die Partie und angeführt von Max Willert gelangen die ersten Treffer. Mit einer stabilen Abwehr gingen die Gastgeber in Führung, doch in Unterzahl mussten sie den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen. Im Angriff zeigte sich die HSG zunehmend einfallslos, sodass die ganze Verantwortung auf den Schultern von Willert lag, der diese annahm und sieben der ersten acht Treffer erzielte und sein Konto bis zur Pause auf neun Tore erhöhte.

Da sich die Abwehr um Torwart Schumann nun deutlich robuster zeigte, lagen die Erlanger bald erneut mit 10:7 vorne. Angefeuert von den zahlreichen Fans und angeführt vom nimmersatten Willert schaffte die HSG weitere Ballgewinne und zog nun unaufhaltsam davon. Die Schuhstädter hatten der offensiven Power nur wenig entgegenzusetzen, da auch die HSG-Abwehr kaum Lücken ließ.

Mit einem deutlichen 18:11 ging es in die Halbzeit.
Und auch nach Wiederanpfiff blieb die Heim-Mannschaft am Drücker, erhöhte sogar auf 20:11, bevor der Angriff ins Stocken geriet. Doch den Gästen gelang auch nicht viel mehr. Sie verkürzten zwar auf 15:21, ließen aber auch immer wieder beste Chancen liegen, die vom einmal mehr gut aufgelegten Schumann zunichte gemacht wurden.

Die Abwehr der Hausherren zeigte sich stark verbessert, immer wieder imponierte Gottesbüren und unterbrach gekonnt die Herzogenauracher Angriffsbemühungen. Forstner beendete seinen offensiven Durchhänger und hebelte mit starken Aktionen die Gäste-Defensive aus. Unterstützung bekam er von Max; nicht Max Willert, der seiner starken ersten Hälfte etwas Tribut zollen musste, sondern Max Erhardt, der im Angriff Akzente setzte.

So ging es hin und her, wobei sich beide Torhüter auszeichnen konnten. An der Führung der HSG änderte dies nichts; über 24:15 und 27:19 ging es dem Endstand entgegen. Anschließend feierte die Mannschaft mit ihren Fans den auch in der Höhe verdienten Derbysieg, durch den drei Spieltage vor dem Saisonende auch rechnerisch der Abstieg nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig steht der TSV Neutraubling, bei dem die HSG am kommenden Wochenende ihre Visitenkarte abgibt, als Meister fest, da die TSH sieben Zähler Rückstand aufweist.
HSG: Schumann - Erhardt (4), Forstner (5), Gottesbüren (2), Gumbert (1), Hauer (1), Jonas, Rowold (1/1), Rühl (2), Schmieding (5/1), Stübinger (1), Willert (10)
TSH: Manz, Kammerer - Hirning (3), Janson (4), Wonner (3), Kaltenhäuser, Markus Wolf (1), Benz (3), Philipp Wolf (2), Hentschke, Hettchen (2/1), Neumann, Haberzettl (3), Kundmüller (1)


Bezirkspokal, Viertelfinale: HSG Erlangen/Niederlindach - HC Forchheim II 41:29

Bereits am Freitag läutete die HSG das Handball-Wochenende ein. Nach einem Freilos im Achtelfinale war der klassentiefere HC Forchheim II zu Gast, den die Niederlindacher nicht auf die leichte Schulter nehmen wollte. Zumal der Gegner durch einige Spieler der Bezirksoberliga-Mannschaft verstärkt war. Nach einer zögerlichen Anfangsphase fanden die Hausherren in ihr Spiel und setzten sich dank einiger Ballgewinne und konsequenter Chancenverwertung auf 12:6 und 16:9 ab.

Doch dann versuchten die Erlanger teilweise unmögliche Anspiele und ließen Chancen fahrlässig aus. Dies brachte die nicht aufgebenden Gäste zurück ins Spiel und zur Halbzeit war der Vorsprung bereits auf 18:15 geschrumpft.

Da es nach der Pause so weiter ging, stellten die Forchheimer beim 19:18 den Anschluss her. Dies weckte wieder den Kampf- und Spielgeist der HSG. Dank eines starken Haffelder im Tor und mit einem eiskalten Forstner im Rückraum zog sie erneut davon. Auch Linkshänder Bauer zeigte von der Außenposition schöne Treffer, die einen Sechs-Tore-Lauf zum 28:20 einleiteten. Die Gegenwehr des HC war gebrochen. Die HSGler schossen sich dagegen für das Final Four des Bezirkspokals warm und dürfen auf ein Weiterkommen in den Pokal des bayerischen Handball-Verbandes hoffen.
HSG: Haffelder, Schumann - Bauer (7), Erhardt (3), Forstner (9), Gilg (2/1), Gottesbüren (7), Gumbert (2), Hauer (1), Jonas (2), Rowold, Rühl, Schmieding (3/2), Willert (5)