Das nennt man effektiv: Trainer Peter Müller schickte bei den bayerischen Hallenmeisterschaften der U20 in Fürth nur André Zahl an den Start, der holte aber gleich zwei Medaillen für die Turnerschaft Herzogenaurach. Tags darauf tat es ihm Nico Kaufmair bei den bayerischen Winterwurfmeisterschaften in Wiesau gleich.
Nach Anlaufschwierigkeiten bei seiner Einstiegshöhe von 4,00 Meter im Stabhochsprung, die Zahl erst im dritten und letzten Versuch meisterte, fand er gut in den Wettkampf und übersprang als Einziger die 4,30 Meter. Damit sicherte er sich die Goldmedaille. Als Vorbereitung für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften am kommenden Wochenende in Frankfurt meldete Peter Müller Zahl auch für die 60 Meter Hürden. Nach gutem Start sprintete er mit 8,82 Sekunden eine neue Bestzeit und lag am Ende sogar auf Platz 3.
Ein überraschender Erfolg.
Einen Tag später reiste Nico Kaufmair nach Wiesau zur bayerischen Winterwurfmeisterschaft. Im Schnee und bei Eiseskälte holte er sich einmal Gold und einmal Bronze. Im Diskuswurf brachten ihn ordentliche 38,10 Meter auf Rang 3. Anschließend steigerte er sich trotz äußerst widriger Wetterbedingungen im Speerwerfen auf 55,34 Meter, was keiner seiner starken Konkurrenten übertraf. Damit holte Kaufmair sein zweite Gold in diesem Jahr - nach dem Sieg im Kugelstoßen letzte Woche in München.

Kürzdörfer fährt zur DM

Was für ein Wettkampfwochen ende für die Höchstadter Leichtathleten. An verschiedenen Orten ging es um Medaillen und Meisterschaftsehren. Erst starteten zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente bei den bayerischen U16-Hallenmeisterschaften in Fürth. Zeitgleich drehten drei Läufer des LSC ihre Runden bei den süddeutschen Meisterschaften in Karlsruhe.
Als Jüngste im Feld über 60 Meter qualifizierte sich Lea Heidenreich in Fürth mit starken 8,08 Sekunden für den Endlauf. Die 13-Jährige im Trikot des LSC pulverisierte damit ihre bisherige Bestleistung um elf Hundertstelsekunden. Das Finale mussten die acht Finalistinnen der Klasse W15 zweimal absovieren, da beim ersten Mal die komplette Technik versagte. Zum Glück für Lea, die hier gar nicht gut aussah. Der zweite Versuch auf Bahn 8 lief dann deutlich besser, auch wenn die Kraft nachließ. Mit 8,16 Sekunden belegte sie Platz 6 und ist im nächsten Jahr erneut in der W15 startberechtigt. Anne Lohmann verpasste die Qualifikation für den Endlauf hauchdünn um zwei Hundertstelsekunden.
In Karlsruhe musste Tobias Budde zuerst ran. Im zweiten Vorlauf über 800 Meter wollte keiner das Tempo machen. Und als auf der letzten Runde Gas gegeben wurde, konnte der Erlanger zwar folgen, aber Gesamtplatz 10 reichte nicht für den Endlauf. Trösten konnte sich der 21-Jährige mit einer neuen Hallenbestleistung von 1:55,30 Minuten.
Am zweiten Wettkampftag standen die 1500 Meter auf dem Programm. Im ersten Zeit-Endlauf hielt Christian Amon lange gut mit. Nach 1000 Metern kam aber der Einbruch, die Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit auf 4:10,56 Minuten tröstete etwas darüber hinweg. Im zweiten Rennen hielt sich Marco Kürzdörfer zu Beginn geschickt zurück, da das Tempo recht hoch war. Auf den letzten zwei Runden versuchte der Adelsdorfer, das Feld von hinten aufzurollen. Am Ende fehlten aber 1,5 Sekunden zu Bronze. Mit Platz 5 und neuer Hallenbestzeit von 3:51,67 Minuten unterbot er aber die Norm für die Hallen-DM in Leipzig Ende Februar. Der Umstieg auf die lange Mittelstrecke scheint bei Kürzdörfer langsam Früchte zu tragen.