Die Zweitliga-Handballer des HC Erlangen haben es versäumt, sich am Osterwochenende selbst zwei Punkte ins Nest zu legen. Die 24:27 (10:13)-Niederlage beim Tabellenletzten SG Leutershausen hätte nicht sein müssen.
Schließlich hatte es die Mannschaft von Trainer Frank Bergemann selbst in der Hand, für ein gutes Resultat zu sorgen. Gut neun Minuten vor Spielschluss war man durch Daniel Pankofer noch mit einem Treffer in Führung gegangen, allerdings "haben wir dann zu viele Chancen nicht genutzt. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen", meinte der enttäuschte HC-Coach nach der Partie.

Leutershausen startet furios

Bergemann wollte keine Entschuldigungen gelten lassen. Zwar hatte Leutershausen, anscheinend von jedem Druck befreit, furios die Partie eröffnet und ständig vorgelegt.
Zwar hatte sich der HC wieder einmal in das Spiel zurückgekämpft, und zwar hatte Leutershausen wie erwartet über die gesamten 60 Minuten eine Leistung geboten, die nicht dem Tabellenplatz entsprach, aber: "Wenn wir ehrlich sind, dann haben wir es zum wiederholten Male nicht geschafft, auswärts an das Niveau unserer Heimspiele heranzukommen. Auch dieses Mal hätten wir es schaffen können das Spiel dauerhaft zu drehen. Ich bin mir sicher, in Erlangen wäre es uns auch geglückt", so Frank Bergemann, dem es nicht zuletzt für den wieder einmal sehr zahlreich mitgereisten Erlanger Anhang sehr leid tat: "Unseren treuen Fans hätten wir nur zu gerne ein Ostergeschenk gemacht!"

Dem Druck nicht standgehalten

Damit meinte er vor allem die 51. Spielminute, als der HC nach dem Treffer von Daniel Pankofer zum 23:22 alle Trümpfe in der Hand zu halten schien. Von Beginn an war der HC einem Rückstand hinterhergelaufen und hatte, angeführt vom aufopferungsvoll kämpfenden Hannes Münch und dem in Angriff und Abwehr unermüdlich ackernden Niko Link, endlich das Heft wieder in die Hände bekommen. Doch es kam wie schon zu Beginn jeweils der ersten und der zweiten Hälfte: Einfache Tore wurden nicht gemacht und einige Bälle dem Gegner leichtfertig in die Hände gespielt. "Wir haben wirklich gewollt, aber der Gegner war an diesem Tag einfach besser. Wir haben dem Druck nicht standgehalten und somit verdient verloren", so das ernüchternde Fazit des HC-Trainers. ft

HC Erlangen: Goebel, Selke - Pankofer (5/1), Link (4), Hess (4), Weltgen (3), Stumpf (3), Krämer (2), Nienhaus (2), H. Münch (1), Schwandner, Schneck, Böhm, Grünert, Deussen