Nicht nur der Pokal, sondern auch die letzten Spieltage einer Saison haben ihre eigenen Gesetze. Je weniger Spiele noch zu absolvieren sind, desto mehr Kräfte scheinen angesichts des näher rückenden Auf- oder Abstiegs freigesetzt zu werden. Beides zusammen kommt in der Bezirksliga Mittelfranken 1, wo die gefährdete SpVgg Heßdorf beim Tabellenführer TSV Kornburg dennoch vor einer Herkulesaufgabe steht. Hertha Aischs Abteilungsleiter Alfons Mönius hofft zudem darauf, dass seiner Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt in der A-Klasse 2 ER/PEG der Spielplan entgegenkommt. Denn auf die Hertha kommen größtenteils noch Partien gegen Teams zu, die jenseits von Gut und Böse stehen.

Landesliga Nordwest

FT Schweinfurt (18.) - Baiersdorfer SV (11.)
Helmut Wolff hat langsam genug vom Abstiegskampf.
"Wir wollen den Sack definitiv zumachen", hat er seinen Jungs deshalb auch vor der Partie beim Tabellenletzten am Samstag um 16 Uhr gesagt. Dafür müssten sie aber eine andere Einstellung an den Tag legen als gegen Frammersbach am vergangenen Wochenende. Schweinfurts Chancen auf den Abstiegs-Relegationsplatz sind zwar genauso gering wie die des BSV, noch auf selbigen abzurutschen, aber "man nutzt jede Chance, die man hat", glaubt Wolff. Um den Klassenerhalt rechnerisch unter Dach und Fach zu bringen, kann der 45-jährige Übungsleiter wieder auf Frank Ortloff, Jochen Staniszewski und Miguel Gonzalez sowie Marc Oertelt im Tor zurückgreifen. "Nur Felix Günther fehlt", sagt Wolff. rup

Bezirksliga Mittelfranken 1

TSV Kornburg (1.) - SpVgg Heßdorf (15.)
Mit sieben Punkten auf das rettende Ufer scheint die Lage für die Gäste drei Spieltage vor dem Saisonende nahezu aussichtslos, erst recht, da es am Sonntag (15 Uhr) zum Tabellenführer nach Kornburg geht. Eine theoretische Chance besteht jedoch weiterhin - und die soll genutzt werden. Nachdem die Spielvereinigung zu Beginn des Jahres stark aus den Startlöchern kam, trübten zuletzt vier Niederlagen in Serie das Bild. Nicht die beste Ausgangslage, wenn es gegen ein Team geht, das mit bisher 75 Treffern zeigte, wie torhungrig es ist. Allein die Stürmer Michal Nowak (18 Tore) und Szymon Pasko (19) trafen öfter als die gesamte Heßdorfer Mannschaft (31). Hoffnung macht Heßdorf jedoch, dass gegen den Dritten SV Lauf das Spiel trotz der Niederlage recht ausgeglichen verlief. Verzichten muss Trainer Rudi Litz auf das Brüderpaar Marco und David Nagel sowie auf Steffen Müller. Positiv: Der langzeitverletzte Torwart Jan Allerdissen stieg nach fast einjähriger Verletzungspause wieder ins Training ein. red

FC Stein (14.) - FC Herzogenaurach (13.)

Schon ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Bedeutung der Partie. Nur drei Punkte trennen den FC Herzogenaurach, der momentan den letzten Nichtabstiegsplatz einnimmt, vom FC Stein. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg am Sonntag (15 Uhr) jedoch am FCH vorbeiziehen und hätten dann einen Zähler mehr auf dem Konto. Die Herzogenauracher Spieler haben am Mittwoch bewiesen, dass sie bezirksligatauglich sind, als sie den bis zum Schluss kämpfenden TV 48 Erlangen durch ein Tor in den Schlussminuten besiegten. An diese Leistung gilt es nun anzuknüpfen. Zudem soll die Hinrunden-Niederlage wettgemacht werden. red

Kreisliga 1 ER/PEG

SV Tennenlohe (1.) - SC Uttenreuth (4.)
Der Countdown läuft. Noch zwei Spiele sind zu absolvieren, ehe für den SV Tennenlohe die Partie gegen den punktgleichen Verfolger TSV Röttenbach auf dem Programm steht. "Damit beschäftigen wir uns aber noch überhaupt nicht", sagt Trainer Dennis Haan nüchtern. "Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Erst recht gegen den SC Uttenreuth, der eine verdammt gute Mannschaft hat." Im Hinspiel musste der SV bereits aus nächster Nähe miterleben, wie effektiv das Konterspiel des derzeitigen Tabellenvierten sein kann. "Da haben sie uns gut auflaufen lassen", sagt Haan, der genau weiß, worauf es am Sonntag (15 Uhr) zu achten gilt. "Sie haben ein sehr starkes Flügelspiel und stehen hinten äußerst kompakt. Aber wir freuen uns auf das Spiel." ham

Kreisklasse 1 ER/PEG

FC Großdechsendorf (2.) - Victoria Erlangen (12.)
Für Sven Berthold steht die Blickrichtung fest. "Wir schauen nur auf den zweiten Platz", sagt der Trainer des FC Großdechsendorf vor der Partie gegen Victoria Erlangen (Sonntag, 15 Uhr). Zwar sind es bis zum Spitzenreiter nur fünf Punkte, doch wichtiger sei es, die vier Zähler Vorsprung auf den ASV Möhrendorf zu verteidigen.

Vor allem, da es aus den jüngsten drei Spielen nur einen Sieg gab. "Wir haben eine junge Mannschaft und viele Spieler setzen sich vielleicht zu sehr unter Druck", erklärt Berthold, der daher unter der Woche mehrere Gespräche führte. "Dabei gibt es für uns doch gar keinen Druck, denn es war nie das Ziel, oben mitzuspielen." Leicht dürfte es Erlangen den Gastgebern allerdings nicht machen, schließlich steht die Victoria momentan nur aufgrund der besseren Tordifferenz auf einem Nichtabstiegsplatz. ham

Kreisklasse Bamberg 3

SV Sambach (9.) - FC Wacker Trailsdorf (10.)
Druck haben der SV Sambach und der FC Wacker Trailsdorf schon länger nicht mehr. Weder nach oben noch nach unten ist für die Teams noch etwas drin. Doch gerade die Gäste scheinen die Spielzeit noch nicht abgehakt zu haben. Nach drei Siegen in Folge spricht der Trend klar für die Mannschaft von Trainer Birol Aksoy, die mit einem Sieg am Sonntag (15 Uhr) bis auf einen Punkt an Sambach heranrücken kann. ham

A-Klasse Bamberg 1

FC Thüngfeld (4.) - SG Elsendorf/W'greuth (8.)
Viel ist nicht mehr zu holen. Da nur noch drei Spiele auf dem Programm stehen und somit lediglich noch neun Punkte zu vergeben sind, ist der Aufstieg für den FC Thüngfeld (41 Zähler) auch rechnerisch nicht mehr möglich. Denn der FC Altendorf hat als Zweiter bereits 55 Punkte auf dem Konto. Auch für die SG Elsendorf (34) ist die Saison bereits gelaufen. Da Eintracht Erlach mit nur sieben Punkten schon frühzeitig als Absteiger feststand, hat die SG nach unten nichts zu befürchten. Ein Sieg am Sonntag (15 Uhr) würde die Gäste in der Tabelle jedoch zwei Plätze klettern lassen - sofern die Konkurrenz mitspielt. ham

A-Klasse 1 ER/PEG

SpVgg Heßdorf II (3.) - TSV Frauenaurach (7.)
Die Vorgabe steht nach wie vor. Als David Durel den TSV Frauenaurach nach der Winterpause übernahm, erklärte er, in der Tabelle noch einige Plätze klettern zu wollen - was bisher nur bedingt gelang. Lediglich einen Rang ging es seitdem nach oben. "Zwei weitere sollen es schon noch werden", sagt Durel, "das Ziel ist der fünfte Platz. Wir haben zwar nichts mehr zu verlieren, trotzdem müssen wir zusehen, dass wir die Punkte einfahren." Beim Dritten SpVgg Heßdorf II (Samstag, 16 Uhr) erwartet er jedoch eine Art Wundertüte. "Das Verhältnis der ersten zur zweiten Mannschaft ist dort sehr gut, sodass man nie weiß, wer genau spielt. Diese Unberechenbarkeit ist ihre größte Stärke", sagt der 36-Jährige. ham

A-Klasse 2 ER/PEG

SC Hertha Aisch (13.) - SV Buckenhofen II (10.)
Der erste Schritt ist gemacht. Dank des 4:2-Siegs beim SV Poxdorf II am vergangenen Sonntag ist der SC Hertha Aisch nun nicht mehr auf die Hilfe der Konkurrenz angewiesen, sondern hat den Klassenerhalt wieder in den eigenen Händen. "Ein Sieg gegen Buckenhofen ist daher definitiv Pflicht", fordert SC-Abteilungsleiter Alfons Mönius vor dem Spiel am Sonntag (16 Uhr). Den kommenden Spielen blickt er optimistisch entgegen, da in den nächsten Wochen vornehmlich Gegner auf dem Programm stehen, für die es um nichts mehr geht. "Es ist wichtig, hinten sicher zu stehen und das erste Tor zu machen", meint Mönius. "Dann fehlt diesen Teams womöglich der nötige Ehrgeiz, die Partie noch zu drehen." ham