Die Handballerinnen der TS Herzogenaurach haben ihre Drittligasaison beim südwestlich von Leipzig ansässigen SC Markranstädt nicht mit einem Sieg gekrönt, sondern nach einer soliden Leistung mit einer 25:31-Niederlage im Gepäck die Heimreise angetreten.

3. Liga Ost

SC Markranstädt - TS Herzogenaurach 31:25

"Eigentlich sind wir gut ins Spiel gestartet, hatten aber viel Pech bei den Würfen und nach der Verletzung einen Bruch im Spiel", sagte Herzogenaurachs Saskia Probst nach der Partie. Schon zu Beginn der ersten Halbzeit verletzte sich TSH-Kreisläuferin und Abwehrchefin Kristin Lang am Knie und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden. Der Gastgeber nutzte die Verunsicherung in den Herzogenauracher Reihen und zog auf 6:3 davon. Auch die leichte Daumen-Verletzung von Nina Bestle, die Dreh- und Angelpunkt des Herzogenauracher Spiels war, schwächte die TSH.

Der SC Markranstädt zeigte vor 280 Zuschauern, dass er verdient die Vizemeisterschaft feiern darf. Besonders das Rückraumtrio Thea Schwarz, Henriette Dreier und Lena Smolik, mit acht Toren erfolgreichste SC-Werferin, fand immer wieder die Lücken in der Herzogenauracher Abwehr. Den Herzogenauracher Rückraum attackierten die agil deckenden Sächsinnen frühzeitig, so dass für Lisa Neumann und Co. kaum ein Durchkommen war. Immerhin gelang es durch schnelles Stoßen die beiden Außenspielerinnen in aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Saskia Probst und Amelie Theobald waren mit elf und vier Toren die erfolgreichsten Herzogenauracher Torschützinnen. Doch auch sie konnten das Vorpreschen der Heimmannschaft nicht stoppen. Zur Halbzeit lag die Mannschaft des Trainerduos René Friedrich und Steffi Mittasch schon deutlich mit 9:16 im Hintertreffen.

Trotz des hohen Rückstands zur Pause gaben die Herzogenauracherinnen nie auf und versuchten weiterhin ihr Spiel durchzuziehen. Bis Mitte der zweiten Hälfte gelang es ihnen, die Partie ausgeglichen zu gestalten. Erst zehn Minuten vor Spielende erhöhten die Sächsinnen den Abstand auf uneinholbare elf Treffer (30:19). Als das Spiel entschieden war, konnte die Turnerschaft nur noch Ergebniskosmetik betreiben und beendet ihre zweite Drittligasaison mit einer Niederlage und dem siebten Tabellenplatz.

Zu keiner Phase des Spiels gelang es den Herzogenauracherinnen, den Sieg des Gastgebers ernsthaft zu gefährden. Dennoch fällt das Fazit von Saskia Probst (Linksaußen) versöhnlich aus: "Es war ein solides Abschlussspiel. Die Niederlage ist in meinen Augen etwas zu hoch ausgefallen. Doch selbst wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, hätte es heute nicht dazu gereicht, gegen Markranstädt zu gewinnen."

Wedrich und Drachsler gehen

Auch Laura Wedrich blickt positiv auf ihre vorerst letzte Partie im Herzogenauracher Trikot zurück: "Es hat noch mal richtig Spaß gemacht und war sehr emotional für mich." In der kommenden Saison wird die 21-Jährige für den diesjährigen Meister der 3. Liga, den HC Leipzig, auflaufen. Die Rückraumspielerin freut sich auf eine neue Herausforderung in der 2. Bundesliga bei einem der erfolgreichsten Vereine im deutschen Frauenhandball. Auch Julia Drachsler verlässt die TSH nach nur einer Saison. Die Kreisläuferin zieht es zurück zum ESV Regensburg in die 3.Liga Süd.

TSH: Ebersberger, Gerling, Drachsler 2, Egle (n.e.), Wedrich 5/4, Bestle, Brockschmidt 1, Probst 11, Schneidereit 1, Lichtscheidel 1, Lang, Theobald 4, Küffner, Neumann