Es kam, wie es zu erwarten gewesen war. Die Handball-Herren der Turnerschaft Herzogenaurach, ihres Zeichens Vizemeister der Bezirksoberliga Ostbayern, traten nicht nur personell ganz anders auf als zuletzt im Ligaspiel gegen den HC Forchheim an gleicher Stelle: Der SV Buckenhofen - durchaus nicht in Bestbesetzung - machte es den Gästen allerdings auch nicht allzu schwer, das Viertelfinalspiel zu überstehen und das Endturnier um den Bezirkspokal zu erreichen, das vermutlich am Donnerstag, 1. Mai ausgetragen wird.

SV Buckenhofen II - TS Herzogenaurach 22:29

Die ersten Minuten offenbarten schon den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams, auch wenn es nach einer Viertelstunde noch 6:6 stand. Die Gäste waren einfach gedankenschneller, schalteten blitzartig auf Angriff um und kamen so zu leichten Toren. Ihr erfolgreichster Werfer, Peter Kares, erzielte seine sämtlichen acht Treffer per Gegenstoß, sechs davon schon im ersten Durchgang. Die "Buckis" ihrerseits mussten um jeden Erfolg kämpfen, fanden nur selten eine Lücke in der kompromisslosen Herzogenauracher Defensive und zielten zudem auch ungenau.
Mitte des ersten Durchgangs wechselte sich dann TSH-Spielertrainer Ingo Kundmüller ein. Mit vier Toren hielt er sich offensichtlich zurück, doch lenkte er das Geschehen mit viel Übersicht. Umgehend stand es 6:9, nach gut 20 Minuten bereits 7:11. Noch einmal rafften sich die SV-Männer auf, kamen bis auf 10:12 heran. Doch in den letzten Minuten vor der Pause hatten sie dem Druck der Turner kaum noch etwas entgegenzusetzen. Die erzielten fast nach Belieben ihre Tore und lagen beim Seitenwechsel schon deutlich mit 18:12 vorne.
Mit weiteren Gegenstößen nach Wiederbeginn - die "Buckis" waren lediglich einmal durch Dürrbeck erfolgreich - vergrößerten die Gäste ihren Vorsprung binnen weniger Minuten auf zehn Tore (13:23). Nach dem 14:24 in der 40. Minute lief dann Torhüter Weber zu großer Form auf. Er vereitelte beste Gelegenheiten der Herzogenauracher gleich reihenweise, hatte mit knapp 60 Prozent gehaltener Würfe er eine überragende Quote.
Gestützt auf den starken Keeper verkürzte der SV auf 17:24 (48.), an eine Wende war jedoch nicht zu denken. Souverän spulten die Gäste ihr Programm ab, lagen fünf Minuten vor dem Ende immer noch klar vorne (21:27) und hatten keinerlei Mühe, einen deutlichen, verdienten Sieg mit nach Hause zu nehmen.