Nach dem zweiten Erfolg im zweiten Heimspiel belegen die Herzogenauracher jetzt den neunten Tabellenplatz.

TS Herzogenaurach - Regnitztal Baskets 81:66


Vor knapp 250 Zuschauern starteten die Herzogenauracher gut. Der Kapitän Peter Simon legte schnell acht Punkte in Folge auf und trieb zusammen mit Marcus Person das Spiel seiner Mannen an. Doch auch die Unterfranken fanden ihren Weg zum Erfolg, indem sie ihren Topscorer Steffen Walde (17 Punkte) immer wieder in Szene setzten. Das Spiel nahm leider nur wenig Fahrt auf, denn das Schiedsrichtergespann legte eine sehr strenge Linie an den Tag, was dazu führte, dass fast jeder Angriff durch einen Foulpfiff unterbrochen wurde und so kaum Spielfluss aufkam. Zur Viertelpause führten die Longhorns knapp mit 19:17.
Im zweiten Durchgang drehte die TSH auf: Die Angriffsmaschinerie lief rund, Mike Kaiser und Christian Imberi dominierten im korbnahen Bereich ihre Gegenspieler nach Belieben und Herzogenaurach setzte sich ab. Als dann dem Regnitztaler Trainer aufgrund der vielen gepfiffenen Fouls der Kragen platzte, bekam er prompt zwei technische Fouls aufgebrummt, die zu seiner Disqualifizierung führten. Daraus resultierten vier Freiwürfe für die TSH, die Mike Kaiser allesamt verwandelte und so lagen die Herzogenauracher deutlich mit 42:21 in Front. Bis zur Halbzeitpause glich sich das Kräfteverhältnis auf dem Feld wieder aus und so gingen die Longhorns mit einer 48:29-Führung in die Pause.

Stimmung am Siedepunkt


Offensichtlich tat den Aurachstädtern die Unterbrechung nicht gut, denn plötzlich kamen die Unterfranken auf. Innerhalb von zweieinhalb Minuten verkürzten sie auf 48:38 und die TSH wusste nicht, wie ihr geschah. Auch eine Auszeit brachte wenig Änderung und die Gäste kamen weiter heran. Beim Stand von 55:51 für die TSH stand das Spiel auf der Kippe. Aber jetzt trat der TS-Neuzugang Marcus Knight in den Fokus. Mit zwei Korblegern in Folge unter größter Bedrängnis riss er das Spiel ans sich und als er dann wie aus dem Nichts den Ball gegen zwei Gegenspieler durch den Ring stopfte, stand die Halle Kopf. Die Regnitztaler nahmen sofort eine Auszeit, aber das Herzogenauracher Publikum feierte und hielt die Stimmung am Siedepunkt. Punkt für Punkt setzten sich die Herzogenauracher im Schlussviertelwieder ab und die Gäste hatten nichts mehr entgegen zu setzen. Am Ende siegten die Longhorns verdient mit 81:66 gegen einen gut strukturierten und hart kämpfenden Gegner, dem an diesem Tag etwas Pech hatte.
"Wir haben heute gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Hätten wir dieses Spiel verloren, wären wir wieder unten drin gestanden. So aber haben wir endlich mal einen soliden Saisonstart hingelegt. Insbesondere unsere Mannschaftsleistung war heute phänomenal, so machten acht Spieler vier oder mehr Punkte, was uns in den Vorjahren nur selten gelungen ist" sagte TSH-Coach Angelos Plantzas. Und sein Trainer-Partner Peter Simon legtenach: "Letztendlich hat sich unsere Tiefe im Kader bezahlt gemacht. Jetzt müssen wir noch eine Schippe drauf legen, damit wir nächste Woche in Rattelsdorf auch erfolgreich antreten können."