Nach einem ausgeglichenen Halbzeitstand von 15:15 feierten die Handball-Damen der TS Herzogenaurach gegen den TSV Birkenau einen 36:23-Sieg. Es war das letzte Heimspiel der Drittligasaison.

3. Liga Ost

TS Herzogenaurach - TSV Birkenau 36:23

Herzogenaurach kam hervorragend ins Spiel und stellte dem robusten Birkenauer Angriff eine starke Abwehr entgegen. Besonders die Führende der Torschützenliste, Danijela Rajic (133 Tore), hatten die TSH-Damen fest im Griff. Aus dem Spiel heraus gelang der jungen Rückraumrechten kein Treffer und auch ihren einzigen Siebenmeterversuch setzte sie über das Tor. Die Turnerschaft dagegen setzte ihren Plan, über eigene Ballgewinne ins schnelle Spiel zu kommen, konzentriert um und übernahm von Spielbeginn an die Führung (12:4). Trainer René Friedrich freute sich nach dem Spiel über das variable Tempospiel: "Heute hat vieles funktioniert. Wir kamen nicht nur über den direkten Gegenstoß, sondern auch über die schnelle Mitte und zweite Welle zu einfachen Toren."

Doch Mitte der ersten Hälfte verloren die Damen um Nina Bestle plötzlich den Faden. Vorne gerieten sie häufig unter Zeitdruck, hinten stand die Abwehr nicht mehr stabil. Der TSV Birkenau witterte Morgenluft und kämpfte sich heran.

Als dann beim Stand von 13:11 Nina Bestle und Tanja Küffner innerhalb kürzester Zeit die Strafbank drücken mussten, nutzten die Gäste die doppelte Überzahl zum Ausgleich. 15:15 stand es zur Pause.

Herzogenaurach war dennoch die klar bessere Mannschaft und dies zeigte sich in der zweiten Halbzeit auch auf der Anzeigentafel. Mit einem 6:0-Lauf stellten die Herzogenauracherinnen wieder einen angemessenen Abstand her und spielten die Partie in der verbliebenen Zeit souverän zu Ende. Die 240 Zuschauer durften nach 60 Spielminuten einen auch in der Höhe verdienten 36:23-Sieg bejubeln.

Der TSV Birkenau kann nun den direkten Klassenerhalt nicht mehr erreichen, dennoch lobte TSV-Trainer Timo Baumann sein Team für eine gute erste Halbzeit: "Hinten heraus fehlte uns dann die Kraft und der Kopf, den Rückstand noch einmal aufzuholen. Die Herzogenauracher haben ihre Stärke ausgespielt und wir sind ihnen ins offene Messer gerannt."

Besonders die beiden TS-Außenspielerinnen Saskia Probst und Amelie Theobald erwischten einen Sahnetag und trugen je sieben Treffer zum Sieg der TSH bei. Mit ihrer wohl besten Leistung im Trikot der TSH unterstrich Theobald, dass die linke Außenbahn - auch nach dem Weggang von Sarah Stephan - weiterhin hervorragend besetzt ist. Nun freut sie sich auf das letzte Saisonspiel am Mittwoch in Markranstädt: "Wir wollen als Team noch mal richtig Spaß haben, die positive Stimmung mitnehmen und die Saison am besten mit einem Sieg und verletzungsfrei abschließen."

TSH: Ebersberger, Gerling - Drachsler (1), Egle, Wedrich (5/4), Bestle (4), Brockschmidt (2), Probst (7), Schneidereit (1), Lang (2), Theobald (7), Küffner (3), Neumann (4)