Die Basketballer der TS Herzogenaurach haben in der 1. Regionalliga zwar erneut verloren, die Wiedergutmachung für die deftige Niederlage gegen Nördlingen ist ihnen dennoch gelungen.


TS Herzogenaurach - TSV Oberhaching 65:75

Aufgrund von Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen traten die Longhorns nur zu acht an, wobei Karen Buniatian nicht zum Einsatz kam. Und das gegen die laut Herzogenauracher Trainerstab stärkste Mannschaft der Liga. Am Ende ging den Aurachstädtern erwartungsgemäß die Kraft aus. Dennoch konnten die Longhorns und ihre Fans zufrieden sein, da offensichtlich alle Beteiligten ihr Allerletztes gegeben hatten.

Schon im ersten Viertel deutete sich an, dass das Spiel ein hoch intensives werden sollte. Beide Seiten schenkten sich nichts und spielten in der Herzogenauracher Gymnasiumhalle mit vollem Einsatz.
Christian Imberi und Benedikt Aumeier setzten auf Seiten der Aurachstädter Akzente, während der ehemalige Juniorennationalspieler Moritz Wohlers bei den Gästen für Punkte unter dem Korb sorgte. So führte Oberhaching, das vor der Sirene noch einen Drei-Punkte-Wurf einnetzte, nach zehn Minunten 23:17.

Das zweite Viertel ging genauso weiter. Beide Seiten kämpften, ließen dem jeweiligen Angriff kaum Luft zum Atmen. Doch mit zunehmender Dauer wurden beide Teams müder, konnten ihre Taktzahl nicht halten. Dementsprechend passierten immer mehr Fehler in der Verteidigung. Der starke Mike Kaiser sorgte für Punkte aus der Ferndistanz, während sich TSH-Co-Trainer Peter Simon mit energiegeladenen Zügen zum Korb ein ums andere Mal Fouls abholte, um dann die Freiwürfe zu verwandeln.

Sperber schafft Unmögliches

Eine Sekunde vor der Pause nahm Jakop Sperber aufgrund der ablaufenden Uhr aus gut zehn Metern Maß und traf mit vorheriger Brettberührung - eine eigentlich unmögliche Konstellation - zum 43:37 für den TSV.
Im dritten Viertel merkte man den Herzogenaurachern die mangelnde Rotation an. Hinten hielten sie gegen die körperlich deutlich überlegenen Oberhachinger, die gleich drei Spieler mit mehr als 2,05 Meter Körpergröße und 110 Kilogramm Gewicht in ihren Reihen hatten, dagegen. Aber vorne wurden die Würfe immer kürzer, da die notwendige Frische und Konzentration fehlten.

Die Punkte von Adrian Dlugosch und Toni Donhauser reichten nicht aus, um mit den Gästen mithalten zu können, und so setzten sich die Oberbayern Stück für Stück ab, lagen vor dem Schlussabschnitt mit 62:50 in Front. Die Longhorns kämpften tapfer, versuchten nochmal alles, aber wann immer sie in Reichweite des Korbes kamen, versagte Fortuna ihnen den Wurferfolg. So hielten die Oberbayern bis zum Ende den Vorsprung relativ konstant und gewannen schließlich verdient.

Dreipunktquote hat nicht gepasst

"Ich denke, wir haben heute ein sehr intensives und gutes Spiel gezeigt. Es haben sechs Spieler aufgrund unglücklicher Umstände gefehlt, aber dennoch haben wir zu keiner Sekunde zurückgesteckt. Hätten wir eine normale Dreipunktquote gehabt, wäre mehr drin gewesen, aber die zunehmende Erschöpfung ließ dies einfach nicht mehr zu. Dennoch haben alle gesehen, was man mit Herz und Wille erreichen kann, und auch die Zuschauer haben beste Unterhaltung gesehen", sagte TSH-Coach Angelos Plantzas nach dem Spiel.