15 ausgezeichnete Minuten reichten den TS-Handballfrauen am Sonntag zum nie gefährdeten 33:19 (18:8) gegen den Tabellenletzten HC Sulzbach. Es war die Phase zwischen der 5. und 21. Minute, als es dem Hermannstädter-Team gelang, die spielentscheidenden Akzente zu setzen. Eine 3:2-Führung wurde unaufhaltsam zu einem 17:6- Vorsprung ausgebaut.

Dann jedoch gelang der TSH bis zur Halbzeit nur noch ein bescheidenes Törchen, was aber deswegen ohne nennenswerten Flurschaden blieb, weil man defensiv noch nicht auf Sparflamme kochte und der Gegner auch nicht die Klasse hatte, den TS- Durchhänger zu nutzen. Rund 20 Minuten lang verstanden es die Gäste, Gegentore umgehend mit eigenen Treffern zu beantworten, ehe man dann doch Opfer des Tempos wurde.
Ein verdienter und deutlicher Sieg konnte zum Jahresauftakt über 150 Zuschauer erfreuen, wobei diese Begegnung aber auch fast schon "klassische" Schwachstellen offenbarte.

So ist man einfach nicht in der Lage, die mühsam herausgespielten und durch zum Teil schmerzhafte Fouls unterbundenen Wurfversuche mit nachfolgenden Strafwürfen zu nutzen. Es war mindestens das fünfte Spiel in dieser Saison, in dem die TSH vier Strafwürfe vergab - und dabei mehrfach nicht mal das Tor traf. Auch der Gegner scheiterte zwar mit je einem Strafwurf an Ellen Mauritz beziehungsweise an Franziska Scheidler, die trotz noch nicht ganz auskurierter Knöchelverletzung in den letzten 15 Minuten das Tor hütete. Doch davon wenig beeindruckt wurden weitere vier Siebenmeter von den Gästen sicher verwandelt.

Auf und Ab

Der TS-Rückraum spielte immer öfter so nah vor dem HC- Abwehrverband, dass sich die Ballverluste bedenklich häuften. So war der Auftakt im Jahre 2013 für die Hermannstädter-Mannschaft wieder ein Wechselbad zwischen wunderbaren Aktionen und ebenso unverständlichen Ballverlusten.

Zwei zuverlässige Torfrauen Mauritz und Scheidler sowie Kreisläuferin Tanja Scharrock, die beiden erfahrenen Rückraumspielerinnen Köbberling und Müller-Tegel, und mit Küffner, Prochaska und Kräck drei bemerkenswerte Flügelflitzer - das waren aus TS-Sicht die besonders positiven Protagonistinnen.

"Mit der 1. Hälfte war ich sehr zufrieden, nach der Pause aber leider nur durchwachsen. Stinksauer bin ich über unser neuerliches Versagen bei Strafwürfen, das müssen wir ganz schnell abstellen", sagte Hermannstädter.

TS Herzogenaurach: Mauritz, Scheidler - Kräck 2, Egle 3, Müller- Tegel 6, Bestle 1, Höfinger, Schorradt 6, Köbberling 2, Küffner 4, Antos 2, Prochaska 4, Berner 3 und Höpflinger.