Bei bestem Laufwetter fand die 45. Auflage des Rennsteiglaufs statt. Europas größter Crosslauf durch den Naturpark Thüringer Wald zog die Massen an. Jochen Brosig vom Langstreckenteam des FSV Großenseebach wagte sich bereits zum sechsten Mal auf die Supermarathonstrecke.

Diese führt von Eisenach nach Schmiedefeld und ist mit 73,5 Kilometern Länge nach wie vor eine Herausforderung für jeden ambitionierten Läufer. Während des Laufs sind insgesamt 1490 Meter bergauf und 989 Meter bergab zu bewältigen, also insgesamt 2479 Meter Höhendifferenz. Brosig fand sich mit mehr als 2500 Mitstreitern bereits um 6 Uhr früh zum Start am Eisenacher Marktplatz ein. In einem Wechsel von Anstiegen und Abstiegen zog sich der Weg über den bekannten Fernwanderweg. Die äußerst anspruchsvolle Strecke forderte die Läufer nicht nur körperlich, sondern auch mental. Immerhin waren sie einen ganzen Arbeitstag lang unterwegs.

Für gute Stimmung und ausreichend Verpflegung wurde gesorgt. Am langen Kanten wird mit einheimischen Spezialitäten nicht gespart. So konnte Brosig ausreichend Kohlehydrate nachfassen und belegte mit einer Zeit von 7:28:58 Stunden einen guten 261. Platz in der Gesamtwertung. In seiner Altersklasse M50 bedeutete dies Rang 40. "Dieses Mal lief es besonders gut. Die letzten zehn Kilometer lief ich mit einem Schnitt von 5:14 Minuen", freute sich der FSVler.

Ein weiterer Großenseebacher war ebenfalls am Start: Leon Terentiv hatte sich den schweren Landschaftsmarathon ausgesucht und schaffte es damit, bei allen Laufdisziplinen, die am Rennsteig angeboten werden, das Ziel zu erreichen. Beim Sart in Neuhaus lagen 673 Höhenmeter vor dem Großenseebacher und seinen 3230 Mitstreitern. Der Großenssebacher Allrounder, der vom Hobbylauf bis zum Ultramarathon auf den verschiedensten Strecken zu finden ist, kam gut zurecht und finishte in 4:20:21 Stunden, was ihm Platz 151 in der Altersklasse M35 einbrachte. Im Gesamtklassement bedeutete dies den 1032. Platz.