Die Fußballerinnen des TSV Lonnerstadt zieren mit nur einem Sieg aus zehn Partien das Tabellenende der Bezirksoberliga. Die Stimmung bleibt trotzdem ehr optimistisch, weil dem Team vom Sonnenhügel meistens nicht viel fehlt. Auch im Nachholspiel beim Post-SV Nürnberg wäre ein Punktgewinn möglich gewesen. Gleiches gilt in höherem Maße für den ASV Weisendorf. Beim FC Pegnitz II lief aber alles gegen den Kreisliga-Aufsteiger.

Bezirksoberliga Mfr.: Post-SV Nürnberg - TSV Lonnerstadt 4:3

Das Schlusslicht aus Lonnerstadt drückte vom Start weg und ging verdientermaßen in Führung, als Nadine Geinzer nach einer Balleroberung aus 25 Metern abzog und zum 0:1 traf (3.). Nürnberg war jedoch nicht geschockt und schlug drei Minuten später zurück: Nach einer Ecke war Sarah Enßlin per Kopf für das 1:1 zur Stelle. Kurz darauf ein Déjà-vu: Wieder war Enßlin nach einer Ecke erfolgreich - 2:1 (12.).

Auch in der 23. Minute war ein Eckball der Ausgangspunkt für einen Treffer: Der Post-SV verlor den eigentlich schon geklärten Ball an Julia Schwarm, deren Schlenzer von der Strafraumgrenze im kurzen Eck einschlug. Dann war wieder Nürnberg dran. Eine Flanke fand Margaux Verheecke, die aus vollem Lauf das 3:2 markierte (40.). Lonnerstadt kratzte kurz darauf den Ball gerade noch von der Linie und schickte Christina Spörl auf die Reise, die unbedrängt zum Ausgleich einschieben durfte (45.).

Nach der Pause wurde das Spiel ruhiger, wobei Nürnberg das Geschehen weitgehend kontrollierte und schnell erneut in Führung ging, als ein leicht abgefälschter Freistoß bei Nina Ruckriegel landete, die per Direktannahme das 4:3 erzielte (53.). Die Gäste versuchten alles, kamen aber nur selten zu echten Gelegenheiten, waren im Abschluss zu ungenau und schafften es nicht mehr, sich zu belohnen. Vielleicht gelingt es dem TSV ja am kommenden Samstag, mit einem Sieg beim "Club" für einen versöhnlichen Jahresabschluss zu sorgen.

Kreisliga ER/PEG: FC Pegnitz II - ASV Weisendorf 3:1

So überflüssig wie ein Kropf, aber kein Beinbruch ist diese Niederlage für den ASV. "Wir stehen siebenmal allein vor dem Tor und scheitern kläglich, scheitern am Pfosten, bekommen zwei klare Elfmeter nicht und einen regulären Treffer aberkannt. Da ist wirklich alles zusammengekommen", berichtet Trainer Patrick André, dessen Team nervös begann, aber trotzdem in Führung ging.

Vermeintlich, denn der Schiedsrichter wollte den Ball nicht im Tor gesehen haben.

Auf der anderen Seite fischte Helena Tontsch den Ball aus dem Winkel, doch Karina Gebhard staubte zum 1:0 ab (12.). Wenig später auch noch das 2:0 - bei einem Freistoß von Gebhard sah Tontsch nicht gut aus (24.). Weisendorf ließ sich aber nicht hängen und drängte nach vorn. Insgesamt verbuchten die Gäste 18:4 Torschüsse.

Doch der Anschluss durch Sarah Weber, nachdem zahlreiche Höchkaräter ausgelassen worden waren oder der Unparteiische zu Ungunsten der Gäste entschieden hatte, fiel erst in der 73. Minute.. Weisendorf sah sich gezwungen, hinten aufzumachen und lief prompt in einen Konter, bei dem Michaela Sebald den Sack zumachte (83.).