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Baiersdorf
Radsport

Team Herrmann heißt jetzt Schamel und startet international im Cyclocross

Mit dem Team Schamel aus Baiersdorf ist künftig erstmals eine deutsche Radsportmannschaft im Cyclocross, das frühere Querfeldein-Radfahren, vertreten.
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Die Macher des neuen Radteams (von links): Grischa Janorschke, Andreas Schöppl, Matthias Schamel und Stefan Herrmann  Foto: privat
Die Macher des neuen Radteams (von links): Grischa Janorschke, Andreas Schöppl, Matthias Schamel und Stefan Herrmann Foto: privat

Unter der sportlichen Leitung von Stefan Herrmann und Grischa Janorschke will das sechsköpfige Team an Wettkämpfen in ganz Europa teilnehmen.

Der Namensgeber und Hauptsponsor weitet damit sein Sportsponsoring aus. Schamel-Meerrettich engagiere sich bereits beim Baiersdorfer SV und einem Laufteam. Zudem unterstützt die Firma die BMX-Fahrerin und Olympionikin Nadja Pries aus Erlangen.

"Als Familienunternehmen planen wir langfristig. Das soll auch bei unserem Radsport-Engagement so sein", sagt Firmenchef Matthias Schamel.

Auch der Rad-Ausrüster des Teams kommt aus Bayern: das im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth ansässige Unternehmen Cube. "Wir sind stolz, Sponsor des ersten deutschen UCI-Cyclocross-Teams zu sein", sagt Marko Haas aus dem Marketing. Von Januar bis August 2019 waren Herrmann und Janorschke mit der Profi-Straßenmannschaft "Herrmann" am Start, die sich aufgrund fehlender Sponsoren und Aufmerksamkeit zurückzog. Das soll sich mit Schamel ändern. "Wir freuen uns, künftig Teil dieser Trendsportart zu sein. Das passt zu unserem Image und unseren Werten. Außerdem wollen wir Meerrettich für jüngere Zielgruppen attraktiver machen," sagt Schamel. In früheren Jahren bescherten deutsche Rennfahrer im Querfeldein dem Bund Deutscher Radfahrer Erfolge und WM-Titel. Inzwischen zeigt sich die Disziplin komplett verändert und wird von Cross-Spezialisten dominiert.

Begeisterung in den Niederlanden

Zuletzt hielten die deutsche Flagge nur noch wenige Fahrer hoch. In Belgien und den Niederlanden steigen regelmäßig Volksfeste, wenn die Crosser dort bei den Weltcups ihre Sportart ausüben. 50 000 Zuschauer beim Rennen im niederländischen Hoogerheide überzeugten auch Herrmann und Janorschke, die als Teamchef bzw. -manager fungieren werden.

Jeder Fahrer, der bei einem UCI-Team - egal ob Straße, Mountainbike oder Bahn - unter Vertrag stehe, im Winter aber den Fokus auf Cross legen möchte, könne nach Erlaubnis seiner Mannschaft vom 15. August bis 1. März bei Schamel unterschreiben. "Damit bieten wir den besten deutschen Talenten eine professionelle Plattform", sagt Ex-Profi Janorschke. "Im Fokus steht die Nachwuchsförderung", sagt Herrmann. "Wir denken an fünf bis sechs Fahrer, werden auch eine Frau verpflichten, eine Handvoll U23- und einen gestandenen Elitefahrer als Mentor."red