Die SpVgg Erlangen bleibt unangefochtener Spitzenreiter der Bezirksliga Mittelfranken 1, dahinter hat der TSV Kornburg Platz 2 vom ASV Zirndorf übernommen. Der FC Herzogenaurach bekleckerte sich in Eltersdorf nicht mit Ruhm, während die SpVgg Heßdorf wieder zu viele Chancen liegen ließ.

SpVgg Heßdorf - SV Schwaig 1:2

Die Hausherren erwischten einen denkbar schlechten Start, denn schon mit ihrer ersten Möglichkeit gingen die Gäste durch Müller in Führung (5.). Heßdorf war aber nur kurz geschockt und strebte nach vorn. Ein Freistoß von Bräunig aus 20 Metern ging knapp drüber (7.), Steffen Müller köpfte knapp daneben (16.). Dann aber wurde die SpVgg belohnt: Gumbrecht traf nach einer Hereingabe von Bräunig zum 1:1 (21.). In der Folge versuchte Schwaig, das Ruder wieder an sich zu reißen, doch Keeper Heinlein war bei einem
18-Meter-Freistoß zur Stelle (22.). Die Gäste versuchten es immer wieder mit dem schnellen Kern über die linke Seite und hatten drei gute Gelegenheiten (26., 31., 35.), die aber kläglich vergeben wurden.
Nach der Pause sahen die 120 Zuschauer es einen offenen Schlagabtausch. Der Heßdorfer Bräunig setzte sich energisch auf der linken Seite durch, sein Abschluss landete aber an der Latte - Pech für die SpVgg (52.). Die Gäste aus Schwaig dagegen verwerteten ihre Chancen besser: Endlein erwischte den Heßdorfer Schlussmann Heinlein auf dem falschen Fuß und vollendete zur 2:1-Führung (65.). Jetzt waren wieder die Gastgeber gefragt, doch von einem Aufbäumen war nichts zu spüren. Stattdessen bejubelten die mitgereisten Fans aus Schwaig das 1:3. Doch der Gästespieler gab zu, im Abseits gestanden zu haben, weshalb das Tor nicht gegeben wurde (67.). Die Heßdorfer hatten noch eine Möglichkeit, doch Müllers Kopfball konnte der Torwart klären (77.). Kurz vor Ende der Partie jubelten auch die Heßdofer Zuschauer zu früh, denn Bräunig stand im Abseits (89.). So müssen die Seebachgründer hoffen, im letzten Spiel vor der Winterpause - am kommenden Wochenende gegen Buckebnhofen - weitere wichtige Punkt für den Klassenerhalt sammeln zu können.

SC Eltersdorf II - FC Herzogenaurach 3:2

Gegen die Kellerkinder tun sich die Pumas schwer: Nachdem sie es vor ein paar Wochen schon dem SV Buckenhofen ermöglicht hatten, die Rote Laterne abzugeben, wurden sie gestern zum Wiederholungstäter. Offenbar hatten die Pumas nicht damit gerechnet, dass die Eltersdorfer Reserve, die nur zwei Wechselspieler im Gepäck hatte, so selbstbewusst und entschlossen auftreten würde. Schon nach fünf Minuten legte Marco Nerreter das 1:0 vor, und spätestens als der normalerweise im Bayernliga-Kader beheimatete Swen Röwe das 2:0 nachlegte (23.), rieb sich der mitgereiste Anhang der Herzogenauracher unter den 100 Zuschauern verwundert die Augen. Zwar versuchte Spielertrainer Reinhardt Kusnyarik, sein Team wachzurütteln, doch selbst sein Anschlusstreffer (32.) verfehlte seinen Wirkung. Stattdessen, war es Nerreter, der den alten Abstand wiederherstellte (38.).
Erst nach dem Seitenwechsel schienen zumindest ein paar Pumas endlich gewillt, das Feld nicht als Verlierer zu verlassen. Sie forcierten ihre Bemühungen, sorgten mit drei Einwechslungen für etwas Belebung, doch mehr als der erbeute Anschlusstreffer durch Jens Reinhardt (79.) wollte nicht gelingen. Zwar warf der FC in der hektischen Schlussphase alles nach vorn, doch eine Rote Karte gegen Kevin Rockwell (90.+3) blieb die einzige Ausbeute. Trotz dieses neuerlichen, überflüssigen Punktverlustes steht der Aufsteiger kurz vor der Winterpause recht gut da, wenn er die Klasse jedoch halten will, muss er an seiner Einstellung arbeiten. Selbst neun Verletzte sind keine Entschuldigung.