Seit ein paar Wochen hat Udo Prell als Trainer das Sagen beim ASV Niederndorf. Der Coach hat schon erste Eindrücke gewinnen können und zeigt sich bislang rundum zufrieden mit dem Kreisligsten. Speziell die spielerische Klasse seiner Mannschaft hat ihn überzeugt.
Ende Juni wurde mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit begonnen. Für die Spieler bedeutete dies auch, sich unter dem neuen Trainer erst einmal zu beweisen. "Das erste Zwischenfazit ist positiv", sagt Prell. "Aber wenn du zu einem neuen Verein kommst, wird sich Genaueres meistens erst nach ein paar Wochen oder Monaten zeigen. Aber bisher kann ich zufrieden sein, die Trainingsbeteiligung ist gut, die Jungs ziehen mit und die Neuzugänge haben sich gut integriert."
Viermal hat der Tabellenachte nach der vergangenen Saison auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Christopher Klein (SpVgg Etzelskirchen), David Reklin (FC Herzogenaurach), Vincent Schmidt (ASV Weisendorf) und Keeper Peter Weber (DJK Eggolsheim) verstärken den ASV Niederndorf. Der Schlussmann wird sich mit der bislang etatmäßigen Nummer 1, Simon Miserovsky, um den Platz im Tor streiten. "Simon hat in der Vergangenheit gespielt. Aber neuer Trainer, neue Saison, es fängt bei Null an", macht Prell klar. "Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt, wer im Spiel und Training seine Leistung abruft. Wenn beide fit bleiben, werde ich eine Woche vor Saisonbeginn mit ihnen sprechen und eine Entscheidung fällen."
Und auch alle drei neuen Feldspieler können sich laut Prell festspielen. "Sie haben auf jeden Fall die Chance auf die erste Elf. Chris Klein ist jetzt wegen einer Krankheit zwei Wochen ausgefallen und konnte noch nicht richtig trainieren, da müssen wir mal schauen, wie er reinkommt. Die anderen zwei sind voll mit dabei und haben bisher einen guten Eindruck gemacht."


Guter Test gegen Bezirksligisten

Neben den vier Neuzugängen hat der ASV Niederndorf zwei Abgänge zu verzeichnen: Leon Just (TSV Buch II) und Benjamin Mayer (Karriereende) stehen dem Verein nicht mehr zur Verfügung. Mit seinem Personal zeigt sich der neue Coach aber sehr zufrieden. "Der Kader ist groß und ausgeglichen. Wir haben 15 bis 16 Spieler, die alle das Zeug dazu haben, in der ersten Mannschaft zu spielen. Für den Trainer ist das natürlich schön, weil es einen guten Konkurrenzkampf gibt und jeder Vollgas geben muss."
Und bislang hat die Mannschaft auch in den Testspielen gezeigt, was sie drauf hat. Zu Beginn gab es zwei 4:0-Siege gegen den TV 48 Erlangen II sowie den TSV Ebermannstadt. Dann verloren die Niederndorfer mit 2:4 gegen Bezirksligist Stadeln. "Wir haben in der ersten Hälfte sehr stark gespielt und 2:0 geführt. Es hat mich beeindruckt, wie die Jungs aufgetreten sind", bilanziert Prell. "Nach der Pause ist uns dann leider wegen des hohen Tempos etwas die Luft ausgegangen. Aber es war ein guter Test."
Es läuft bisher also ganz gut in Niederndorf. Aber wo soll es dann in der kommenden Saison hingehen? "Ich möchte vorher ungern Prognosen abgeben", sagt Prell, wird dann aber doch etwas konkreter: "Die Mannschaft hat großes Potenzial und hat eine starke Rückrunde gespielt. Wenn wir zwei solche Halbjahre spielen, dann wäre es schon möglich, dass wir uns unter den ersten sieben Mannschaften eingruppieren." Für Prell ist es nach den Trainerstationen in Weilersbach und Großenseebach der dritte Verein. Und eines ist für den Trainer bereits jetzt klar: "Spielerisch ist es bisher die beste Mannschaft, die ich trainiert habe. Wir müssen jetzt in der Abwehr noch kompakter stehen, Tore hat Niederndorf in der Vergangenheit ja immer genug geschossen."