"Wir sind wirklich begeistert über unseren dritten Platz", meinte die Trainerin Sieglinde Herbig-Storl nach der erfolgreichen Meisterschaft. Nachdem das Sechser-Team erst vor einigen Wochen Pia Wenisch aus der Jugend hinzugewonnen hatte, hatten die Sportlerinnen noch nicht gewagt, mit einem begehrten Platz auf dem Treppchen zu rechnen. Obwohl Eva Motschiedler, Alexandra Schaub, Susanne Nilp, Ann-Kathrin Kemnitzer, Janina Opel und Pia Wenisch als letzte Mannschaft in ihrer Disziplin an den Start gingen -, und der Druck in dieser Situation immer besonders hoch ist - legten sie einen sehr guten und konzentrierten Reigen auf die Fläche.
Von ihren 131,60 eingereichten Punkten blieben am Ende 118,85 Zähler auf der Anzeigetafel stehen. Nur die Teams aus Steinhöring und Mörfelden konnten diese Punktzahl toppen und holten sich Gold und Silber.
Das Herzogenauracher Team erreichte den dritten Platz und blieb damit vor den ernst zu nehmenden Gegnern aus Lieme, Denkendorf und Oberesslingen. Das Ticket für die deutsche Meisterschaft im Oktober, das nur die besten acht Teams erhalten, war den Elitefahrerinnen somit ebenfalls sicher.

Jetzt nochmal Gas geben

Im Vierer-Einradfahren starteten Motschiedler, Kemnitzer, Nilp und Opel mit 127,10 eingereichten Punkten. Die Sportlerinnen zeigten auch hier eine konzentrierte Kür, mussten jedoch bei den punktebringenden Einzeldrehungen 50 Prozent Abzug einstecken. Dem Team blieben am Ende 99,75 Punkte, die für den zehnten Platz reichten. "Bis zur Deutschen werden wir jetzt nochmal richtig Gas geben", betonte Sieglinde Herbig-Storl. Das Selbstbewusstsein und die Sicherheit, die die Sportlerinnen durch den Erfolg mitgenommen haben, möchten sie bis zur DM zur Verbesserung der Kür nutzen.