Mit viel Glück vermied der Höchstadter EC gegen die Landsberg Riverkings die Heimpleite. Beim 6:5 nach Penaltyschießen (2:2, 0:2, 3:2, 1:0) wachten die Alligators erst im Schlussdrittel auf, trotzdem reichte es für den fünften Heimsieg nacheinander.

Oberliga Süd, Männer

Höchstadter EC - Landsberg Riverkings 6:5 n.P.

Mit einigen neuen Gesichtern gingen die Alligators ins erste Spiel des Kalenderjahres. Luca Dennerlein, Philip Endres und Georg Maul, allesamt Förderlizenzspieler aus Nürnberg, ergänzten die hinteren Reihen des HEC. Jiri Mikesz, Markus Babinsky, Domantas Cypas, sowie Alexander Diel und Eric Schuster waren nicht dabei. Zudem gab es ein Wiedersehen mit Patrik Rypar, der zu Saisonbeginn beim Aufsteiger aus Oberbayern angeheuert hatte.

Nach zwei Minuten hatte Niklas Jentsch die Führung auf dem Schläger: Der in Topform spielende Youngster skatete frei auf Gästekeeper Michael Güßbacher zu, setzte die Scheibe aber rechts vorbei. Das Tor gelang dafür wenig später der Höchstadter Paradereihe: Martin Kokes passte links zum startenden Jari Neugebauer, dessen Zuspiel Anton Seewald im Slot sicher links verwandelte (6.).

Eine Höchstadter Fehlerkette ermöglichte Landsberg aber die schnelle Antwort. Dimitri Litesov verlor die Scheibe im eigenen Drittel, Goalie Benjamin Dirksen ließ einen Schuss von Mika Reuter prallen und Thomas Fischer staubte ab - 1:1 (10.).

Die Alligators reagierten gut: Erneut Kokes passte stark zu Milan Kostourek, der sich frei vor Güßbacher drehte und links zum 2:1 einschob (12.). Doch erneut hielt die Führung nicht lange, denn als die Alligators im eigenen Drittel zu nachlässig verteidigten, profitierte Christopher Mitchell und traf von rechts mit einem strammen Schuss in den Giebel zum 2:2-Ausgleich (19.).

Im zweiten Drittel verpasste Kostourek nach starkem Trick knapp das 3:2 (24.). Seewald bekam anschließend die erste Zeitstrafe der Partie aufgebrummt, der HEC verteidigte in Unterzahl aber gut.

Teurer Höchstadter Wechselfehler

Als Litesov eine Bankstrafe gegen Höchstadt absaß, ging Landsberg erstmals in Führung: Adriano Carciola passte zu Marek Charvat, der von der blauen Linie oben links einschoss (28.). Die Alligators wirkten lethargisch, leisteten sich immer wieder Aussetzer im Spielaufbau und wurden von den mutigen Gästen im eigenen Drittel eingeschnürt. Nach vorne ging neim HEC im zweiten Drittel wenig. Und so baute Landsberg die Führung verdient aus: Nach abgefangener Scheibe im Mitteldrittel legte Reuter quer zu Fischer, der problemlos links vollstreckte (38.).

Mit veränderter Körpersprache kamen die Alligators aus der letzten Drittelpause und machten die Partie schnell wieder spannend: Vitalij Aab passte zu Nick Dolezal, dessen Schuss Güßbacher hielt. Den Abpraller drückte Aab aber über die Linie (45.). Und 40 Sekunden später glich der HEC aus: Vojcak bediente Seewald, dessen Ablage Kostourek zum 4:4 einschoss.

Overtime muss entscheiden

Nach zwei schnellen Strafen gegen Landsberg durfte Höchstadt wenig später in doppelter Überzahl ran, der Ertrag blieb aber aus. Stattdessen ging Landsberg erneut in Führung: Wieder brachte ein HEC-Scheibenverlust die Gäste in gute Schussposition, Fischer bediente Charvat - 4:5 (53.). Doch Höchstadt war noch nicht geschlagen: Dolezal setzte sich durch und passte zu Kapitän Vojcak, der zum 5:5 traf (56.).

Höchstadt drängte auf den Sieg, bekam sogar erneut die Chance in Überzahl. Das Tor fiel aber nicht, es ging in die Verlängerung. Im Drei-gegen-drei bekamen beide Teams nochmal fünf Minuten, um den Extrapunkt zu vergeben. Neugebauer und Kostourek hatten die Chance zum Siegtreffer, auf der Gegenseite vergab Fischer den Auswärtssieg.

Alligators beweisen Nervenstärke

Es ging ins Penaltyschießen, das Vojcak erfolgreich eröffnete. Dirksen parierte anschließend mit der Kelle gegen Philipp Keil. Aab stieß die Tür anschließend mit einem tollen Tor auf und als Hayden Trupp Dirksen schon ausgespielt hatte, dann aber neben das leere Tor zielte, schnappte sich der HEC den glücklichen 6:5-Heimsieg gegen überzeugende Landsberger.