TS Herzogenaurach - TuSpo Heroldsberg 66:42

Die Herzogenauracherinnen bleiben zwar auf Rang 4, untermauerten aber ihren Anspruch, zu den Spitzenteams der Liga zu zählen. Außerdem sind sie punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Würzburg und haben einen Vier-Zähler-Vorsprung auf den BBC Bayreuth auf Platz 5. Heroldsberg findet sich nach der Niederlage auf dem elften und damit letzten Tabellenrang wieder.

Vor heimischen Publikum legten die Aurachstädterinnen los wie die Feuerwehr. Die alles überragende Riccarda Schilling, die mit 14 Punkten Topscorerin der Partie war, netzte gleich zu Beginn sechs Punkte in Folge ein und zeigte, dass die Herzogenauracherinnen an diesem Tag definitiv nichts anbrennen lassen wollten. Diese sechs Zähler waren Teil eines 14:0-Laufs der TSH, der schon fast spielentscheidend war.


Unterstützung bekam Schilling vom dynamischen Duo Annika Babler und Rebecca Simon, die leichte Fast-Break-Punkte einfuhren, nachdem die shorthornsche Verteidigung ihre Kontrahentinnen ein ums andere Mal zu unnötigen Ballverlusten verleitet hatte. So spielten sich die Herzogenauracherinnen schon zur ersten Pause eine komfortable 18:6-Führung heraus.


Dathe reißt Hartz und Tribula mit

Auch im zweiten Viertel agierten die Shorthorns dominant. Die wiedergenesene Katharina Dathe überzeugte erneut und übernahm die offensive Verantwortung. In Barbara Hartz und Anke Tribula fand sie zwei willige Mitsteiterinnen, mit denen die Herzogenauracher Punktemaschinerie auf Hochtouren lief. Insbesondere aus der Mitteldistanz legte die TSH eine hochprozentige Ausbeute hin und umging damit die Heroldsberger Zonenverteidigung.

Die Gäste hatten nach dem ersten Viertel nämlich die Einsicht, dass sie mit ihrer Mann-gegen-Mann-Verteidigung nichts gegen den Herzogenauracher Angriffswirbel unternehmen konnten. Auch in der Offensive lief bei Heroldsberg wenig zusammen. Dementsprechend lagen die Gastgeberinnen zu Halbzeit mit 35:17 vorne.


Alle trugen sich in Scorerliste ein

Im dritten Viertel war fast schon die Luft raus, denn die Überlegenheit der Aurachstädterinnen war zu offensichtlich. Diese wechselten nun heiter durch, sodass alle Spielerinnen ausreichend Einsatzzeit hatten und sich auch in die Scorerliste eintragen konnten. Christina Bötsch und Juliette Sandkamp traten vermehrt in den Vordergrund. War ein Wurf aus der Distanz gefragt, trat Yvonne Schauf in Erscheinung. Vor den letzten zehn Minuten stand es 52:30 für die Shorthorns.

Das letzte Viertel verkam zu einem Verwaltungsakt. Beide Teams spielten mit 80 Prozent Einsatz. Sabine Steichele und Anna Bimazubute legten noch ein paar sehenswerte Punkte auf, auf Seiten der Heroldsbergerinnen leistete lediglich Franziska Müller, die mit zwölf Punkten Topscorerin der Gäste war, etwas Widerstand. Schließlich gewannen die Shorthorns ihr drittes Spiel in Folge und gehen voller Selbstbewusstsein ins Spitzenspiel am Samstag bei Tabellenführer TV Marktheidenfeld.


"Gleich hohen Druck ausgeübt"

"Wir waren von Beginn an sehr konzentriert und übten in der Verteidigung gleich hohen Druck aus, mit dem die Heroldsbergerinnen zu keinem Zeitpunkt zurecht kamen", analysierte TSH-Coach Markus Schönmüller. "Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, auf den Punkt da zu sein, da wir in den Partien zuvor häufig erst im zweiten Viertel richtig in Fahrt gekommen sind." Diesen Blitzstart werde sein Team auch in Marktheidenfeld brauchen. "Doch dort müssen wir die Intensität über 40 und nicht nur 20 Minuten halten. Daran werden wir diese Woche arbeiten", erklärte Schönmüller.
TSH: Babler (3), Bimazubute (2), Bötsch (6), Dathe (11), Harte (7), Sandkamp (4), Schauf (4), Schilling (14), Simon (4), Steichele (4), Tribula (7)