Nachdem die Shorthorns einen eher schwach in die Saison gestartet waren, überzeugten sie beim Auftritt gegen die nun zweitplatzierten Erlangerinnen auf ganzer Linie und können sich nun mit viel Selbstvertrauen den kommenden Aufgaben widmen, bei denen sie sich von aktuell Platz 6 in der Tabelle weiter nach oben arbeiten wollen.
Vor allem die erste Halbzeit zeigte eine deutliche Entwicklung, was insbesondere Trainer Florian Ottich zufrieden stimmte: "Wir finden immer besser zusammen, und es entsteht eine gemeinsame Spielidee, die uns über die Saison tragen wird." Dazu habe sein Team zum ersten Mal in dieser Saison eine anständige Trefferquote erzielen können, was extrem geholfen habe , auch die Spannung in der Defensive hoch zu halten. "Wir konnten bisher stets unsere Gegnerinnen unter 60 Punkten halten, unsere Verteidigung steht, von daher hängt unser Schicksal einzig an der Offensive. Läuft sie so rund wie heute, sehen wir guten Zeiten entgegen."


CVJM Erlangen - TS Herzogenaurach 42:66

Schon im ersten Viertel lief es rund für die Shorthorns. Jana-Sophie Distler zog immer wieder mit viel Energie zum Korb und vollstreckte zuverlässig. Unterstützung fand sie in Barbara Hartz, welche ebenfalls einen guten Tag erwischte und sieben ihrer insgesamt elf Punkte im ersten Viertel erzielte. In der Verteidigung sorgten Regine Brox, Anke Tribula und Annika Babler dafür, dass die Erlanger unter dem Korb keine leichten Abschlüsse bekamen.
Mit einer 15:11-Führung starteten die Gäste in die zweiten zehn Minuten und stellten auf eine Zonenverteidigung um, mit der die Erlangerinnen gar nicht zurechtkamen. Lediglich fünf Pünktchen gelangen den Gastgeberinnen, während Herzogenaurach Kapital aus vielen Ballgewinnen schlug. Mit viel Tempo überquerten die Shorthorns die Halle und generierten dementsprechend viele leichte Korbleger aus dem Fast Break. Sie setzten sich ab und führten zur Halbzeit vorentscheidend mit 31:16.
Gnadenlos setzte die TSH nach der Pause ihren starken Auftritt fort. Laura Angerstein netzte aus der Ferndistanz ein, Eva Haberzettl und Frauke Reimers sorgten unter dem Korb für Zählbares. Mit ihrer Erfahrung ließen regelmäßig die CVJM-Grünschnäbel stehen und zeigten, wie schön Raffinesse und Sport sich ergänzen können. Für die Gastgeberinnen hielt Emily Neubauer dagegen (10 Punkte) , aber auch sie konnte nichts daran ändern, dass die Shorthorns vor dem Schlussviertel nahezu uneinholbar mit mit 45:23 vorne lagen.
Deshalb bot der Endspurt nur wenig Spannung. Die Herzogenauracher Dominanz war erdrückend, und so wechselten beide Mannschaft fleißig durch, so dass alle Akteurinnen reichlich Gelegenheit bekamen, sich in den Vordergrund zu spielen. Dies nutzten auf Seiten der TSH vor allem die Nachwuchskräfte Julia Volk und Paula Zrenner, welche nun die Verantwortung in Sachen Scoring übernahmen und andeuteten, dass in Zukunft definitiv mit ihnen zu rechnen ist. Schließlich gewannen die Shorthorns auch in dieser Höhe verdient mit 66:42 und können freudig in die kommenden Spiele gehen.
TSH: Angerstein (3), Babler (5), Brox (8), Distler (15), Haberzettl (6), Hartz (11), Reimers (6), Tribula (2), Volk (6), Zrenner (4)