Nach der Niederlage in Buckenhofen stand gleich das nächste Spiel gegen eine Mannschaft aus der Spitzengruppe an. Trainer Florian Schindler hatte für diese Partie alles andere als gute Vorrausetzungen, da mit Christian Schöne, Robert Wilk, Daniel Stöhr und Felix Steinlein gleich vier Feldspieler nicht zur Verfügung standen. Zusätzlich waren zahlreiche Akteure im Kader krankheitsbedingt angeschlagen. Nichtsdestotrotz wurde ein Sieg als klares Ziel vorgegeben.

HV Herzogenaurach - TSV Winkelhaid II 29:27

Die Schuhstädter starteten hellwach in die Partie. Der Ball wurde schnell in den eigenen Reihen hin und her gespielt, um Lücken in das Abwehrbollwerk der Landesligareserve aus Winkelhaid zu reißen. Zügig erspielten sich die Herzogenauracher eine 3:0-Führung. Auch im weiteren Spielverlauf wurde das Tempo hoch gehalten. In dieser Phase war es vor allem Davor Petko (zehn Tore) der die Gäste reihenweise ausspielte und so zur Verzweifelung trieb. In der Defensive wurde konzentriert und als Kollektiv gearbeitet, was die Mannschaft aus Winkelhaid oft in schwierige Wurfsituation zwang. Daraufhin wurde der Ball sicher nach vorne getragen und durch klar ausgeführte Spielzüge konnte das erste Torpolster herausgespielt werden (12:8). Bis zum Ende des ersten Durchgangs änderte sich nichts mehr an diesem Bild und beim Stand von 17:11 ging es in die Kabine.

Plötzlich gelingt in der Offensive nichts mehr

Nach der Unterbrechung bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der HVH blieb die bestimmende Mannschaft auf dem Feld und erhöhte den Abstand gleich auf 19:12. Beim Spielstand von 24:17 kam jedoch wieder einmal ein Bruch in das Spiel der Aurachstädter. Auf einmal wollte in der Offensive überhaupt nichts mehr gelingen. Die technischen Fehler häuften sich und auch im Torabschluss kamen mehr und mehr Fehler dazu.

Zusätzlich stand die Defensive nicht mehr so kompakt. Die Gäste ließen sich nicht zwei mal bitten und nutzten diese eklatante Schwächephase: Winkelhaid verkürzte Tor um Tor und beim Stand von 24:23 drohte die Partie zu kippen. Doch hier nahmen sich Ralf Scholz und Mario Reichelsdorfer ein Herz und verwandelten ihre Möglichkeiten treffsicher. Am Ende retteten sich die Herzogenauracher mit einem 29:27 über die Zeit und ziehen damit an Winkelhaid II in der Tabelle vorbei.

Festzuhalten bleibt, dass es wieder einmal nicht möglich war, eine konzentrierte Leistung über die vollen 60 Minuten abzurufen. Dafür konnten die HVH'ler vor allem im ersten Durchgang und in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte handballerisch überzeugen.