Beim CVJM Erlangen setzten sich die Shorthorns souverän mit 68:53 durch. Tabellenerster sind die Damen aus Marktheidenfeld, welche über die gesamte Saison nur ein Spiel verloren haben. Sollte sich in den kommenden Wochen zeigen, dass der Meister nicht von seinem Aufstiegsrecht Gebrauch macht, müsste sich die TSH Gedanken darüber machen, ob eine Mannschaft für die Regionalliga auf die Beine gestellt werden könnte.


CVJM Erlangen - TS Herzogenaurach 53:68

Die Shorthorns machten vom Start weg klar, dass sie die Saison mit einem Sieg abschließen wollen. Wie von der Tarantel gestochen spurteten die Herzogenauracherinnen über das Feld und ließen den überforderten Gastgeberinnen kaum eine Chance. Barbara Hartz übernahm die Initiative und verwandelte einige Sprungwürfe rund um die Freiwurflinie.
Stück für Stück setzte sich die TSH ab und führte zur Viertelpause bereits mit 17:12 .
Im zweiten Durchgang kam Erlangen besser ins Spiel. Clara von Endt zeigte ihr Allroundtalent und punktete aus allen Lagen. Egal, ob sie mit dem Rücken zum Korb vordrang oder per Sprungwurf aus der Distanz abschloss - der Ball fiel durch die Reuse. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem Herzogenaurach den Vorsprung aber stets konstant hielt. Dies lag unter anderem an Ricarda Eiser, die erneut eine starke Leistung ablieferte und die TSH in der Offensive am Leben hielt. So gingen die Shorthorns mit einem 30:23-Vorsprung die Pause.


Erlangen bäumt sich auf

Das dritte Viertel war dann spielentscheidend: Die Aurachstädterinnen machten in der Defensive Ernst und bauten eine regelrechte Mauer in der Zone auf. Rebecca Simon eroberte mehrere Bälle, die dann via Fast Break in Punkte umgemünzt wurden. Die Erlangerinnen fanden im gesamten Viertel keinen Weg, um regelmäßig zu punkten. Fast schien es, als hätten sie ihr Schicksal akzeptiert. 37:54 leuchtete vor dem Schlussabschnitt von der Anzeigetafel.
Abschlachten wollte sich der CVJM dann aber doch nicht lassen. Erlangen stellte in der Verteidigung um und erhöhte die Intensität deutlich. Das führte dazu, dass die Herzogenauracherinnen vorübergehend ihren Rhythmus in der Offensive verloren und sich einige unnötige Ballverluste erlaubten. Diese nutzten die Gastgeberinnen zur Ergebniskosmetik. In der 37. Minute stand es nur noch 48:60. Daher nahm Shorthorns-Trainer Markus Schönmüller eine Auszeit und wies den Seinigen den Weg zum Erfolg. Das fruchtete, denn am Ende betrug der Vorsprung wieder 15 Punkte.

"Es war ein schönes Ende einer intensiven Saison. Klar wären wir gerne Tabellenerster geworden, aber Marktheidenfeld war einfach ein Stücken besser als wir. Aber wir wollten heute unbedingt siegen, um mit einem guten Gefühl aus der Saison gehen zu können. Alle Spielerinnen haben heute viel Einsatzzeit bekommen und eine mehr als solide Leistung abgeliefert. Im Mai werden wir mit der Planung für die kommende Saison beginnen", sagte Schönmüller nach der Partie. pes