Endlich gab es wieder einmal Damen-Eishockey im Stadion am Kieferndorfer Weg zu sehen, die Höchstadter ESC-Pinguine hatte die Noris Warriors aus Nürnberg zu Gast. Wie erwartet ein schlagbarer und auch bekannter Gegner, denn einige Spielerinnen trainieren bei den Aischgründerinnen mit und sollen langfristig ins Team eingebunden werden.

ESC Höchstadt -Noris Warriors 7:2

Die Hausherrinnen legten los wie die Feuerwehr und wollten nichts anbrennen lassen, aber gleich beim ersten Konter nach nicht mal zwei Minuten fingen sie sich einen unnötigen Gegentreffer. Nachdem der Schock verdaut war, ging es hauptsächlich wieder in Richtung Gästetor. Dann endlich die Erlösung, nach einem Doppelschlag (13., 15.) gingen die Pinguine mit einer hoch verdienten, aber knappen Führung in die Pause.
Das zweite Drittel war dann eine klare Sache, Einbahnstraßen-Eishockey pur.
Die Nürnbergerinnen kamen kam noch selten aus dem eigenen Drittel und überhaupt nur zweimal in Richtung ESC Tor. Die Worriors-Abwehr stand aber ziemlich eng und die Torfrau hatte auch einen guten Tag, so dass nach gefühlten 50 Torschüssen der Höchstadterinnen nur drei Tore zu verzeichnen waren.
Im Schlussdrittel war die Luft raus, das Spiel wogte hin und her, mit Vorteilen für Höchstadt, was sich aber nur in 2:1 Toren zugunsten der Aisch-Pinguine auswirkte. Die Torschützen des ESC waren Chiara Gehrsitz, Elena Breul, Anke Männl, Jessica Madron, Kira Pfarherr und Christine Filip (2).
Trainer Jiri Carnecky hatte auf der Bank und der Kabine viel Arbeit, das Team war zu nervös, um das vorhandene Potenzial abzurufen. Eingespielt ist man auch nicht, bei so wenig Spielen kein Wunder. Außerdem fehlten Spielerinnen wie Melanie Blume (Knie-OP, Rückkehr für Mitte Februar. geplant), Sindy Genenncher (erwartet Nachwuchs) Ex-Trainerin Karin Ohainski (Rückzug vom aktiven Eishockey) und Lena Friedrichs (berufliche Gründe).

Teamchef Gärtner lobt Carnecky

Besonders an der Chancenverwertung muss man noch arbeiten, denn das 7:2 war für die Gäste mehr als schmeichelhaft, mit etwas mehr Glück hätte es auch locker zweistellig werden können. Der Trainer ist trotzdem angetan von der Mannschaft: "Meine Spielerinnen setzen das gut um, was ich ihnen sage, es wird immer besser." Dies sieht auch Teamchef Frank Gärtner so und lobte: "Der Jiri sieht alles und spricht viel mit der Mannschaft, das ist großartig, wir sind unheimlich froh, so einen Trainer zu haben."
Der deutlich positive Trend und der ständig wachsende Kader machen Hoffnung für eine Zukunft des Damen-Eishockeys in Höchstadt. Daher verkündeten ESC Vorsitzende Nadja Müller, Teamchef Frank Gärtner und Trainer Jiri Carnecky nach dem Spiel in der Kabine: "Wir werden in der Saison 2014 / 2015 das Team wieder zum Spielbetrieb in der Landesliga anmelden." Die Überraschung war gelungen, Freude im gesamten Team.
Das nächste Spiel der ESC-Pinguine findet bereits am Samstag, 8. Februar, statt. Da kein anderes Frauenteam als Gegener gefunden werden konnte, gibt es eine Neuauflage einer Eishockey-Besonderheit. Wie bereits in der vergangenen Saison werden die Damen gegen den Nachwuchs des Nachbarn HEC spielen, diesmal gegen das Knabenteam von Trainer Stan Mikulenka.