Die Siegesserie ist gerissen: Beim neuen Spitzenreiter SG Regensburg II verloren die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Erlangen/Niederlindach deutlich mit 18:25 (6:13). Den mit nur sechs Feldspielern und zwei Torhütern des Bezirksoberliga-Kaders angereisten Mittelfranken entglitt die Partie bereits in der ersten Halbzeit. Da sein Team sich jedoch nie aufgegeben und bis zuletzt dagegen gehalten habe, war Trainer Klaus Watzinger mit der Leistung einverstanden.

Bezirksoberliga Ostbay., Männer

SG Regensburg II - HSG Erl./Niederlind. 25:18

Die angespannte Personalsituation bereitet der HSG Niederlindach ohnehin Sorgen. Doch vor der Fahrt in die Oberpfalz steigerten sich die Probleme deutlich: HSG-Trainer Klaus Watzinger musste neben Max Willert, Max Erhardt und Tobias Wilferth auch Dennis Gilg, Kevin Gumbert und Josef Stübinger ersetzen. Dafür rückten Kevin Dyes und Christian Rowold aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf.

Der schwierigen Ausgangsposition zum Trotz peilte Niederlindach in Regensburg den vierten Sieg in Folge an - und das Spiel startete vielversprechend. Die HSG hielt zunächst mit, stand gut in der Abwehr und hielt nach der Anfangsphase ein Remis (3:3, 9.). Das Niederlindacher Angriffsspiel wirkte jedoch behäbig. Die Konsequenz waren sieben Minuten ohne eigenen Torerfolg, in denen die HSG oft zu überhastet abschloss. Da die gastgebenden Oberpfälzer ihrerseits ebenfalls zu wenig aus ihren Wurfchancen machten, setzte sich der Aufstiegsaspirant kaum ab (5:3, 16.).

Zehn Minuten Totalausfall

Das holte Regensburg II allerdings kurz darauf nach: Nachdem Marco Loncar in der 19. Minute auf 6:5 verkürzte, lieferte die HSG zehn erschreckend schwache Minuten ab. Zwei Zeitstrafen und mangelnde Konzentration in der Abwehrmitte führten zu einfachen Gegentoren. Auch die Offensive war abgemeldet: Einzig Dyes traf per Siebenmeter (8:6, 21.), auf der Gegenseite bauten die Hausherren den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 13:6 aus und sorgten damit für die Vorentscheidung.

Wesentlich stabiler präsentierte sich Niederlindach im zweiten Durchgang. Das Team nahm die Herausforderung an, konnte den Rückstand aber nicht mehr verringern. Niederlindacher Torerfolge beantworteten die Gastgeber mit eigenen Treffern, zur Schlussviertelstunde hatte der Sieben-Tore-Vorsprung der Regensburger weiter Bestand (19:12, 46.).

So kam in der Schlussphase keine Spannung mehr auf. Regensburg II brachte das Spiel souverän über die Zeit, Niederlindach betrieb Schadensbegrenzung. Mit einem erfolgreich abgeschlossenen Gegenstoß markierte Benedikt Laubmann sechs Sekunden vor Schluss den 25:18-Endstand.

Wille und Einstellung waren der HSG nicht abzusprechen. Doch neben der zunehmend sichtbaren Müdigkeit fehlte den Gästen auch Abstimmung: Das Rückraumtrio Loncar, Laubmann und Lukas Stübinger hatte in dieser Konstellation zuvor noch nicht zusammengespielt. Weiter geht es für das Watzinger-Team mit einem Duell gegen den Tabellennachbarn: Am Samstag (20 Uhr) gastiert mit dem HC Sulzbach/Rosenbach der Tabellenfünfte in der Emmy-Noether-Halle. me HSG Niederlindach: Hückel, Käppner - Hauer, Laubmann (3 Tore), Loncar (3), Sackmann (1), Schmieding (6/4), L. Stübinger (3), C. Rowold, Dyes (1/1)